Mo, 20. November 2017

Drama in Linz

18.12.2009 16:39

Junkie ersticht seine Frau aus Eifersucht

Drogensucht – und Eifersucht: Ein Linzer Junkie (32) hat seine Frau (27) mit 30 Messerstichen getötet, weil sie ihn im Gefängnis nie besucht und ihn mit mehreren Liebhabern betrogen haben soll. Diese Begründung hat der 32-Jährige ein einem Abschiedsbrief niedergeschrieben, ehe er sich selbst den "Goldener Schuss" verpasste.

Die hübsche Tochter eines türkischen Wirts in Freistadt war als 17-Jährige mit einem Landsmann zwangsverheiratet worden. Als 21-Jährige sagte sie zum süchtigen Mauthausener Notstandshilfeempfänger Martin Wögerer "ja – in guten, wie in schlechten Zeiten".

Ehe unter schlechtem Stern
Der Mann ging stehlen, das Ehepaar kopierte Banknoten, um Drogen, Alkohol und Lebensmittel kaufen zu können. Für zehn Fünfer-, ebensoviele Zwanziger-Blüten und 20 falsche Fünfziger bekam aber der Geldfälscher sieben Monate unbedingt und seine Ehefrau 13 Monate Haft auf Bewährung.

Sie soll ihn nie besucht, sondern nur betrogen haben, während er bis 6. November im Gefängnis saß. Trotzdem bezog man zehn Tage später eine neue gemeinsame Wohnung an der Urfahraner Leonfeldnerstraße, wo sich dann vor drei Wochen die Eifersuchtstragödie abspielte.

Mann rastete aus
Rasend rammte der Junkie seiner Frau sein Klappmesser 25 Mal in den Hals und fünf Mal in die Brust. Er wickelte sein nacktes Opfer in eine Decke und lebte noch etwa eine Woche neben der Toten – im Suff und Drogenrausch.

Im Delirium kritzelte er immer wieder wirre Zeilen als Art Abschiedsbrief oder Entschuldigung für seine Eltern: Eine lange Liste vermeintlicher Nebenbuhler sollten seine Wahnsinnstat offenbar rechtfertigen.

Goldener Schuss
Um den 8. Dezember herum brachte sich dann der Gattinnenmörder mit einem injizierten Heroin-Cocktail um. Der besorgte Vater versuchte vergeblich, den Sohn per Handy zu erreichen – und ließ am Donnerstag die versperrte Wohnungstür aufbrechen: Die nackten verwesten Leichen wurden gefunden und obduziert.

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