Di, 21. November 2017

Polen rudern zurück

16.12.2009 13:07

Alpine verliert Auftrag im Wert von 273 Millionen Euro

Der Salzburger Baukonzern Alpine hat in Polen einen Autobahnauftrag im Wert von 273 Millionen Euro verloren. Nach Angaben des polnischen Autobahnbetreibers wurde der Zeitplan nicht eingehalten. Alpine droht darüber hinaus eine Vertragsstrafe über 40 Millionen Euro. "Es ist für uns völlig unverständlich, dass man hier offenbar vom Auftrag zurücktritt", sagte eine Alpine-Sprecherin am Dienstag. Für die Bauverzögerung sei der Auftraggeber verantwortlich.

Das Bauunternehmen mit Sitz in Wals, das zum spanischen Bauriesen FCC gehört, soll polnischen Angaben zufolge erst die Hälfte des 18,3 Kilometer langen Autobahnabschnitts der Autobahn A1 von Swierklany zur tschechischen Grenze fertiggestellt haben. Nach dem vereinbarten Zeitplan sollten aber bereits 85 Prozent des Abschnitts gebaut worden sein.

Menschenleben gefährdet
Nach Darstellung von Alpine war die vom Auftraggeber geplante Schrägseilbrücke mit einer Spannweite von 40 Metern nicht baubar - man habe dies auch mit Expertisen belegt. Allerdings hätten die Auftraggeber dennoch auf den Bau der Brücke bestanden. "Wir haben uns geweigert, diese Brücke zu bauen, weil man damit Menschenleben gefährden würden", erklärte die Sprecherin. "Wir haben eine Reputation zu verlieren." Die weiteren Schritte müsse man jetzt erst überlegen, so die Sprecherin.
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