Do, 19. Oktober 2017

Hilfe bei Neustart

14.12.2009 18:34

Stadt kauft Quelle-Grundstück: 500 Jobs als Bedingung

Beim Neustart des Quelle-Versandhauses – noch diese Woche sollen die Verhandlungen abgeschlossen werden – greift die Stadt Linz tief in die Tasche: Sie will das Firmengrundstück kaufen und an die „neue Quelle“ weitervermieten. Die Gläubiger können dadurch besser befriedigt werden, die neue Firma wird weniger belastet.

Finanz-Stadtrat Johann Mayr, der das Mietgeschäft mit der Masseverwaltung ausgehandelt hat, sieht darin „keine Firmenförderung: Wir bekommen für den Betrag, mit dem wir helfen,  eine Liegenschaft von gleichem Wert.“ Bedingung sei, dass der Quelle-Nachfolger 500 Arbeitsplätze schaffe, von denen die Stadt außer Jobs für ihre Bürger auch etwa 400.000 Euro jährlich an Kommunalsteuern hat.

Entwickelt wurde die Idee in Gesprächen mit der Masseverwaltung, die anfragte, wie die Stadt helfen könne. Ihre Bereitschaft dazu hatte sie bereits im Sommer mit einer Haftung gezeigt, die aber wegen des Konkurses hinfällig wurde. Als Besicherung hätte das Quelle-Grundstück gedient. „Die Idee mit Kauf und Vermietung ergab sich daraus also ganz logisch“, so Mayr.

Über welchen Kaufpreis verhandelt wird, ist streng geheim. Der Wert des Areals liegt jedenfalls über den 800.000 Euro, mit denen Linz im Sommer haften wollte: Sie waren laut Mayr nur „mit einem Teil des Grundstücks“ besichert.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).