Do, 26. April 2018

Auch in Oberösterreich

23.03.2018 06:29

Wirbel um Diesel lässt die „Wenigfahrer“ umsteigen

Fahrverbote, Abgas-Schummeleien, jetzt noch die Razzia bei BMW, die auch das Motorenwerk in Steyr traf – kein Wunder, dass immer mehr Autofahrer verunsichert sind: Welchen Antrieb soll ich wählen, wenn ich mir einen neuen Pkw kaufe? Die Zahlen zeigen: Der „Diesel“ büßt auch in Oberösterreich seine Gunst ein.

27.971 Diesel-Autos wurden im Vorjahr in Oberösterreich neu zugelassen, ein Minus von mehr als 2000 Fahrzeugen im Vergleich zum Jahr 2016! „Menschen, die weniger als zehntausend Kilometer pro Jahr fahren und sich früher einen Diesel zulegten, kaufen sich nun einen Benziner“, weiß Adolf Seifried, Chef des Autohändlers Seifried United in Grieskirchen und zugleich Obmann der Fahrzeughändler in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.

Angst vor Wertverlust
Die „Wenigfahrer“ steigen antriebstechnisch also um. Das schlägt sich nicht nur in der Statistik nieder. Denn die Branche und auch die Tankstellenbetreiber registrieren einen starken Zulauf bei Benzin. Bei vielen spielen dabei auch Bedenken mit, dass ein Diesel-Pkw zu sehr an Wert verlieren könnte, weil er aufgrund von Fahrverboten für ältere Motorenversionen und ähnlichem in ein schiefes Licht geraten ist. Bei der Eurotax-Abfrage schlägt sich hier aber noch nichts auffallend nieder, sagt Ulrike Weiß, Chef-Konsumentenschützerin der Arbeiterkammer OÖ.

Zum Benziner „verführt“
Bernd Zierhut, Geschäftsführer der Doppler-Gruppe, zu der die Turmöl- und BP-Tankstellen gehören, sieht die Umweltdiskussion, die am Rücken des Diesels gemacht wird, sehr skeptisch. „Die Leute werden verführt, einen Benziner zu kaufen. Man wird mit einer weit höheren Kohlenstoffdioxid-Belastung aufwachen“, sagt er. Zierhut weiter: „Nimmt man das Umweltthema ernst und will Maßnahmen ergreifen, wird man Erdgas-Autos in den Markt bringen müssen.“

B. Kneidinger, M. Schütz, Kronen Zeitung

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