Fr, 27. April 2018

Wochenende der Extreme

07.01.2018 17:06

Minus 37 Grad in USA, plus 47 Grad in Australien

Es war ein Wochenende der Extreme: Während in der australischen Metropole Sydney mit 47 Grad die höchste Temperatur seit 1939 gemessen wurde, zitterten den Einwohner der US-Ostküste bei bis zu minus 37 Grad. Die Kälte sorgte für Chaos im Flugverkehr, mehr als 3000 US-Flüge waren verspätet.

Mehrere Maschinen aus Europa drehten über dem Atlantik um, darunter eine Lufthansa-Maschine aus Frankfurt und eine AUA-Maschine aus Wien. In Boston stand das Wasser teils kniehoch in den Straßen. Doch statt wieder abzufließen, gefror die Flut in der eisigen Luft, sodass Hunderte Autos im Eis festfroren.

US-Kältewelle: Mindestens 22 Tote
Mindestens 22 Menschen seien seit Beginn der Kältewelle in den USA ums Leben gekommen, meldete am Sonntag der Sender CNN. In Teilen der US-Staaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Rhode Island, Vermont und Virginia lag der Schnee mehr als 30 Zentimeter hoch, wie der US-Wetterdienst NWS mitteilte. Tausende Schneepflüge waren zur Räumung der Straßen im Einsatz. Bilder aus Florida zeigten Leguane, die wegen der ungewohnt niedrigen Temperaturen erstarrt und von Bäumen gefallen sein sollen.

US-Behörden warnen: Frostbeulen binnen zehn Minuten
In New York meldete der Wetterdienst am Samstag die niedrigsten jemals registrierten Tageshöchsttemperaturen. Der Hudson River war teilweise zugefroren. Die Behörden warnten vor Frostbeulen an nicht geschützter Haut binnen zehn Minuten. Am Mount Washington im Staat New Hampshire wurde am Samstag mit minus 37,8 Grad die weltweit zweitniedrigste Temperatur gemessen. In Kanada wurden für das nördliche Ontario und Quebec für die nächsten Tage minus 50 Grad vorhergesagt. Den Behörden zufolge soll die arktische Kälte bis in die kommende Woche andauern. Für die Region von Kansas bis Tennessee wurde Eisregen vorhergesagt und vor glatten Straßen gewarnt.

In Spanien blieben nach heftigen Schneefällen Hunderte Autofahrer auf ungeräumten Straßen stecken und mussten die Nacht auf Sonntag in ihren Fahrzeugen verbringen. Auf dem Rhein in Deutschland ist am Wochenende der Schiffsverkehr zwischen Duisburg und Koblenz auf einem Abschnitt von rund 180 Kilometern wegen Hochwassers zum Erliegen gekommen. Auf der Mosel sind seit Samstag keine Schiffe mehr unterwegs.

Kronen Zeitung/krone.at

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