Fr, 20. April 2018

„Linke wollen schaden“

29.12.2017 10:20

FPÖ: Boykott-Aufruf ein „durchschaubares Manöver“

Der Appell mehrerer internationaler Politiker zum Boykott von FPÖ-Ministern hat bei den Freiheitlichen erwartungsgemäß für scharfe Kritik gesorgt: Es handle sich um ein "durchschaubares Manöver" und ein "letztes Aufgebot der vereinigten Linken, um der neuen österreichischen Bundesregierung einen Schaden zuzufügen", urteilte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky am Freitag.

"Hier werden nur Erinnerungen an die von der SPÖ bestellten Sanktionen gegen Österreich im Jahr 2000 wach. Denn immerhin handelt es sich bei den Unterzeichnern vorwiegend um Personen aus dem sozialistischen und linkslinken Spektrum, bei Beate Klarsfeld sogar um jemanden mit früheren Stasi-Kontakten“, gab sich Vilimsky angriffig.

Die freiheitlichen Regierungsmitglieder seien "allesamt ehrwürdige, untadelige und kompetente politische Persönlichkeiten", erklärte Vilimsky, der für die FPÖ auch im Europaparlament sitzt. Kein ernst zu nehmender Politiker werde diesem "Zuruf aus der politischen Vergangenheit eine Bedeutung beimessen", hoffte er.

"Machtstellung in neuer Regierung"
In dem Appell, der am Donnerstag von der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlicht wurde, heißt es, dass mit der FPÖ "die Erben des Nazismus" eine "Machtstellung in der neuen österreichischen Regierung" erlangt hätten. Gegen den Eintritt der "extrem Rechten" in die österreichische Regierung müsse "resolut" Stellung bezogen werden, betonten unter anderem der französische Ex-Außenminister Bernard Kouchner sowie Serge und Beate Klarsfeld, bekannt für ihr Engagement gegen nationalsozialistische Täter und Kollaborateure, oder der frühere Präsident von Osttimor und Friedensnobelpreisträger Jose Ramos-Horta.

Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) sagte in der "ZiB 2" am Donnerstagabend zu dem Aufruf, er lade alle Kritiker ein, "uns an den Taten zu messen" und "uns dabei zu beobachten, wie wir versuchen werden, dieses Land zu regieren und zu gestalten". Damit könne einiges entkräftet werden.

 krone.at
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