Mi, 17. Jänner 2018

Was war das?

26.12.2017 14:27

Lichtspektakel lässt Österreicher staunen

Ein greller Lichtschein am schwarzen Nachthimmel - dieser mysteriöse Anblick hat in der Nacht auf den Stephanitag zahlreiche Österreicher zum Staunen gebracht. Binnen kürzester Zeit verbreiteten sich Bilder des ungewöhnlichen Himmelsphänomens in den sozialen Netzwerken. Handelte es sich dabei um ein Ufo, ein Weihnachtswunder oder gibt es eine irdische Begründung? krone.at hat sich Expertenrat geholt.

Der Steirer Gerald Reczek war einer der Ersten, der das seltsame Lichtspiel gegen 4.30 Uhr am Nachthimmel entdeckte. Geistesgegenwärtig knipste er sofort einige Bilder und stellte diese auf Facebook.

Rasend schnell verbreiteten sich die Fotos daraufhin im Internet. User aus weiten Teilen Europas kommentierten die seltsame Sichtung – und so wurde klar: Nicht nur in der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten war das grelle Licht zu sehen. Zumindest auch in Ungarn, Tschechien, Rumänien und Polen wunderten sich Schaulustige über das Himmelsphänomen.

"Russland hat Rakete abgeschossen"
Wilde Spekulationen über die Herkunft des Lichtspektakels machten schnell die Runde. Doch weder ein Ufo noch ein Weihnachtswunder verursachten das Phänomen. "Wir wissen mittlerweile, dass Russland eine Rakete abgeschossen hat," erklärte UBIMET-Meteorologe Steffen Dietz gegenüber krone.at. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS am Dienstag bekannt gab, wurde eine Interkontinentalrakete aus dem zentralen Kombinationswaffen-Trainingslager Kapustin Yar in der Region Astrachan zu militärischen Testzwecken abgefeuert. "Warum dies bei uns so deutlich sichtbar war, ist uns selbst noch nicht ganz klar", so der Experte.

Ein ähnliches Phänomen brachte erst in der Nacht auf Samstag US-Amerikaner zum Staunen: Ein gleißend helles Flugobjekt war am Nachthimmel von Los Angeles zu sehen. Doch auch hier wurde schnell eine Erklärung gefunden: Es war eine Rakete des Weltraumunternehmens SpaceX, wie der Gründer, US-Milliardär Elon Musk, selbst via Twitter bestätigte.

Charlotte Sequard-Base
Redakteurin
Charlotte Sequard-Base
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