Mo, 18. Dezember 2017

Zu starke Pillen

09.07.2009 10:18

Jacksons Dermatologe: "Ich habe ihn gewarnt"

Michael Jacksons langjähriger Hautarzt Arnold Klein, der gerüchteweise gar der Vater von zwei der drei Kinder des Megastars sein könnte, hat den am 25. Juni verstorbenen Sänger nach eigenen Angaben immer wieder vor starken Medikamenten gewarnt. Vor Jahren habe er seinen Patienten sogar dazu gebracht, ein besonders gefährliches Mittel in die Toilette zu werfen, sagte der Dermatologe dem TV-Sender ABC am Mittwoch. Er habe oft befürchtet, dass Jackson von anderen Ärzten riskante Mittel verschrieben bekomme. "Was immer er verlangte, bekam er", sagte Klein, der den Popstar mehr als 25 Jahre unter anderem wegen Akne und Lupus behandelt hatte.

Den Verdacht, dass er Jackson das Narkosemittel Diprivan (auch: Propofol) verschrieb, wies Klein entschieden zurück. Es sei ihm aber bekannt gewesen, dass der "King of Pop" beispielsweise bei einer Tournee in Deutschland Diprivan eingenommen habe. "Er hat es mit Hilfe eines Anästhesisten eingenommen, damit er nachts schlafen konnte." Klein bezeichnete Kollegen, die Jackson die starken Medikamente besorgt hätten, als "Kriminelle".

Die Polizei hatte das Medikament, das nur in einem Krankenhaus verabreicht werden darf, in Jacksons Haus entdeckt. Labortests sollen noch klären, ob der überraschende Tod des Sängers mit diesem Anästhesiemittel zusammenhängt. Am Totenschein, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, heißt es zur Todesursache: "noch unklar".

Die Ermittlungen konzentrierten sich Berichten zufolge auf fünf Ärzte, die den Sänger behandelt hatten. Klein wurde nach eigenen Angaben von den Ermittlern nicht befragt. Wie ABC und CNN unter Berufung auf Ermittlerkreise berichteten, war der Körper des am 25. Juni gestorbenen Sängers von Injektionsstichen bedeckt. Dies könne ein Hinweis auf einen "regelmäßigen intravenösen Medikamentenkonsum" sein, hieß es demnach. Die Ergebnisse der Obduktion werden erst in etwa drei Wochen feststehen.

Drei Tage vor seinem Tod in Kleins Praxis
Der "King of Pop" hatte seinen Hautarzt nach dessen Angaben drei Tage vor seinem Tod das letzte Mal in der Praxis aufgesucht. "Er schien nicht unter schlimmen Schmerzen zu leiden", sagt Klein. "Er tanzte in meiner Praxis - für die anderen Patienten." Ebenso wenig habe Jackson wie ein Drogenabhängiger auf ihn gewirkt, auch von "furchtbar abgemagert", wie es kurz nch dem Tod des Superstars in US-Medien hieß, hätte er nichts bemerkt, sagte Klein entschieden.

"Ich bin nicht der Vater dieser Kinder"
Auf die Frage aus, ob er der leibliche Vater von Jacksons Kindern sei, wie das amerikanische Klatschmagazin "Us Weekly" kürzlich spekuliert hatte, antwortete Klein: "Soweit ich weiß, bin ich nicht der Vater dieser Kinder." Etwas anderes könne er dazu nicht sagen. Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, die Mutter seiner beiden älteren Kinder Prince Michael Jr. (heute 12) und Paris Katherine (heute 11), hatte in den 90er-Jahren in Kleins Praxis gearbeitet. Dort lernte Jackson seine künftige Ehefrau kennen, berichtete der Musiksender MTV am Mittwochabend auf seiner Internetseite. Das Paar heiratete 1996 und ließ sich knapp drei Jahre später wieder scheiden.

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