Do, 18. Jänner 2018

Wie, was, warum?

26.05.2009 13:50

Wechseljahre beeinträchtigen Gedächtnisleistung

Wenn man älter wird, vergisst man schon so manches, das ist nicht ungewöhnlich. Deswegen muss man noch lange nicht an Alzheimer oder einer ähnlichen Erkrankung leiden, vor allem, wenn man eine Frau ist. Denn dann gibt es nämlich noch eine ganz andere Erklärung für die nachlassende Gedächtnisleistung: die Wechseljahre. Eine neue Studie der Universität von Kalifornien in Los Angeles hat nun jedenfalls gezeigt, dass tatsächlich knapp 60 Prozent der weiblichen Testpersonen im entsprechenden Alter unter teils erheblichen Gedächtnisschwierigkeiten leiden.

Bekannt ist das zwar eigentlich schon länger, doch erst jetzt haben Gail Glendale und ihre Kollegen mit umfangreichen Untersuchungen und Experimenten den methodischen Nachweis für dieses Phänomen liefern können. Mithilfe von ausgeklügelten Tests wurden die Leistungen des Wort- und des Arbeitsgedächtnisses der Frauen sowie die Zeit für die Informationsverarbeitung in verschiedenen Abschnitten der Wechseljahre analysiert.

Stress stört Speicherung im Hirn
Die Ergebnisse dieser Tests zeigten, dass sich Frauen unmittelbar vor dem Wechsel am wenigsten merken können. Als Grund dafür werden die Begleiterscheinungen der Umstellung des weiblichen Körpers angesehen, etwa die häufigen Gemütsschwankungen, verstärkter Stress und Ängstlichkeit. Diese Faktoren verhindern demnach, dass die Information überhaupt korrekt abgespeichert werden könne. Im Hirn selbst gibt es aber keine Probleme.

Hormonbehandlung kann von Nutzen sein
Im Verlauf der Wechseljahre besserten sich die Gedächtnisleistungen der Testpersonen außerdem wieder, offenbar bedingt durch die abgeschlossene Veränderung ihrer Körper. Mit der Zeit waren die Frauen wieder so leistungsfähig, wie vor dem Wechsel, erkannten die Forscher in Kalifornien. Für die erste Phase der Menopause schlägt Glendale nun eine Hormonbehandlung vor, damit man das Gedächtnis ohne Abstriche ausnutzen kann.

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