So, 22. Oktober 2017

Nein zu Heim

28.01.2009 16:35

Islamische Schüler im Kreuzfeuer

Der Islam in den Schulen ist ins Kreuzfeuer geraten: Laut einer Studie soll jeder fünfte Religionslehrer dieser Glaubensrichtung die Demokratie ablehnen, 40 Prozent von ihnen fehle jede pädagogische Ausbildung. Nun macht sich auch in Wels Unmut breit. Bezirksschulinspektorin Barbara Pitzer wehrt sich vehement gegen den Ausbau eines privaten islamischen Schülerheims.

In diesem Heim wohnen unter der Woche 20 Buben im Pflichtschulalter aus ganz Oberösterreich, jetzt wollen die Betreiber 40 Zöglinge aufnehmen.

Hoher Migrantenanteil in Wels
Das lehnt Bezirksschulinspektorin Barbara Pitzer vehement ab: Wels hat ohnehin einen großen Migrantenanteil, einen höheren als Berlin. Jetzt sollen es noch mehr werden. Das kann unsere Stadt alleine nicht mehr tragen, auch unsere Lehrer schaffen das nicht mehr alleine, sagt sie. Eine Studie des Welser Bürgermeisters belegt: Jeder dritte Einwohner hat Migrationshintergrund, bei den unter 40-jährigen sind es sogar 40 Prozent. Und die Hälfte der Bevölkerung beklagt sich, dass das Zusammenleben der Kulturen kaum bis gar nicht funktioniert.

Dazu lässt auch eine Studie zum islamischen Religionsunterricht aufhorchen: Neben Ablehnung der Demokratie fehle es häufig an der Ausbildung. Pitzer sieht ihre Sorgen bestätigt: Wir sagen schon lange, dass islamischer Unterricht den modernen pädagogischen Kriterien nicht entspricht. Der Muslimische Lehrerverein in Oberösterreich hingegen beteuert schriftlich: Wir garantieren, dass es keine antidemokratischen oder verfassungsfeindlichen Tendenzen unter den Kollegen gibt.

Symbolbild

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