Fr, 24. November 2017

Ab ins Ekel-Camp

09.01.2009 23:53

Warum sich die „Stars“ das Dschungelcamp antun

Am Freitagabend hat die vierte Staffel des RTL-Dschungelcamps „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ begonnen. Das Prinzip der Show ist es, dass sich zehn mehr oder weniger prominente Mitmenschen – kurz Stars genannt – vor laufender Kamera in einer Art Ferienlager im australischen Urwald öffentlich waschen, nichts zu essen bekommen und in sogenannten Ekelprüfungen schleimige Untiere in den Mund nehmen und im schlimmsten Fall vollkommen vernaschen müssen. Für Österreich diesmal dabei: Society-Lady und Ex-„Mausi“ Christina Lugner. Doch warum tut sich die C-bis-Z-Prominenz diese exhibitionistische TV-Hölle an? Wir verraten dir, was sie selbst dazu sagen!

Die zehnköpfige Star-Schar der vierten Staffel ist kunterbunt wie nie zuvor und jeder Star – darunter neben Richard Lugners Ex-Frau, dem blondschöpfigen Männermodel Nico Schwanz (von der „Bild“ bereits „Dschungel“-Schwanz getauft) und dem Transvestiten Lorielle London, früher als „DSDS“-Kandidat Lorenzo bekannt, auch die Schauspieler Günther Kaufmann und Michael Meziani sowie die Produzenten-Tochter Giulia Siegel – hat seinen eigenen, ganz persönlichen Grund bei der Sache mitzutun.

Die Wahrheit - nämlich, um die eigene Bekanntheit zu steigern - sagt nur eine einzige und zwar die älteste und damit abgeklärteste in der Runde: Ingrid van Bergen. Die 77-Jährige gesteht klipp und klar: „Das ist mein Beruf.“ Und: „Der PR-Wert der Geschichte ist nicht zu unterschätzen.“ Die meisten sagen, sie erwarten ein großes Abenteuer und Urlaubsfeeling, oder wollen ihre Grenzen ausloten. Lorielle will sogar ihr Unschuld unterm Wasserfall verlieren. Doch lies selbst:  

Christina „Mausi“ Lugner (40): „Besonders reizt mich die Erfahrung, an meine physischen und psychischen Grenzen zu stoßen. Ich war vor kurzem bei einem bekannten deutschen Persönlichkeitstrainer, und der hat mir einen Satz mit auf den Weg gegeben: ‚Die Angst ist das Tor zu mehr!‘ Diesen Satz werde ich mir nun verinnerlichen und bin gespannt, was mich nach dem Tor so alles erwartet.“

Giulia Siegel (34): „Ich bin für den Dschungel schon ein paar Mal angefragt worden, habe mir jede Staffel angeschaut und mir jedes Mal überlegt, ist es jetzt eine Herausforderung oder ist es peinlich? Bei jeder Aufgabe habe ich gegrübelt, was würde ich jetzt machen? Ich habe dieses Jahr wieder die Überlegung machen müssen, ob es eine Herausforderung oder peinlich ist. Ich habe mich entschlossen, es als Herausforderung zu sehen und freue mich darauf, einfach mal zwei Wochen ohne Handy und ohne Luxus, komplett reduziert auf die Basis, verbringen zu dürfen. Ich habe nie Freizeit. Ich habe immer meine Kinder um mich rum oder andere Leute, die irgendwas von mir wollen. Ein paar Stunden in der Woche für mich alleine sein zu können, ist für mich ein Luxus, den ich mir sonst nicht leisten kann.“

Ingrid van Bergen (77): „Das ist mein Beruf und das ist eine Variante dieses Berufes. Ich habe ja schon viel in meinem Leben gemacht. Ich habe Film und Fernsehen gemacht, habe Theater gespielt, synchronisiert. Ich habe politisches Kabarett gemacht. Ich weiß nicht, was ich alles gemacht habe, aber das ist doch eine neue Variante, das gehört mit dazu. Man darf natürlich den PR-Wert dieser Geschichte nicht unterschätzen. In den Medien so präsent zu sein, natürlich auch in den Printmedien, finde ich schon wichtig. Ich bin ja nicht Schauspielerin geworden, damit mich keiner kennt. Aber nun bin ich schon ziemlich lange im Job und ich denke, vielleicht ergibt sich daraus noch was, vielleicht auch nicht. Ich arbeite und werde noch arbeiten, bis ich tot umfalle. Wenn sich daraus nichts ergibt, lebe ich eben so weiter wie bisher. Und wenn sich was ergibt, ist es ein Geschenk, warum nicht?“

Günther Kaufmann (61): „Mich reizt natürlich die Herausforderung, ganz klar. Auf unbekanntem Terrain zu agieren und sich aufzuhalten. Unter solchen Umständen, die die schlimmsten sein müssen und das wahrscheinlich über eine längere Zeit. Das hoffe ich zumindest. Und natürlich die Leute kennenzulernen, die dabei sind, meine Mitstreiter und Mitkämpfer. Das alles ist sicherlich nicht uninteressant. Deshalb gehe ich in den Dschungel.“ Und das gestand der Schauspieler gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Ich habe Schulden, das haben ja auch die meisten hier. Ich kann das zugeben, ich habe meine finanziellen Verpflichtungen, denen ich nachkommen muss."

Michael Meziani (41): „Es ist auch schwer vorherzusagen, was dort passiert. Der Reiz ist der, mit neun fremden Leuten auf einem Fleck über eventuell 17 Tage eingesperrt zu sein. Ich glaube, das ist die größte Herausforderung. Dann dabei keine Langeweile oder keinen Lagerkoller zu bekommen, das ist die größte Herausforderung. Ein Kampf mit sich selbst quasi.“

Nico Schwanz (28): „Warum? Was mich reizt, ist die ganze Situation dort drinnen und die neuen Leute kennenzulernen, die auch dort sind. Dazu noch die Aufgaben dort zu bewältigen. Ich denke mal, dass ich vor nichts Halt machen werde. Aber es gibt wirklich Situationen, in denen man einfach nicht vorher, sondern erst dort weiß, wo eigentlich Ängste sein können. Einfach die Aufgaben zu bewältigen und wie früher in der Schule ein Ferienlager noch mal durchzumachen, nur viel größer diesmal, das reizt mich.“ Die Wahrheit: Schwanz will seine Single promoten und so als Sänger besser bekannt werden.

Norbert Schramm (48): „Mich reizt einfach diese Erfahrung für eine längere Zeit in einem geschlossenen Camp zu sein. So was habe ich noch nie gemacht. Und auch diese Gruppendynamik finde ich ganz spannend. Ich bin ja normalerweise immer der Einzelkämpfer und in einer solchen Gruppe, so eng beieinander, ist für mich eine neue Herausforderung.“

Peter Bond (56): „Als erstes ein großes Abenteuer, hoffe ich doch mal. Dann ist es eine tolle Entschlackungs- und Entgiftungskur für den Körper. Und es gibt hoffentlich viel Spaß mit den anderen Dschungelkandidatinnen und Dschungelkandidaten.“

Lorielle London (23): „Falls ein attraktiver Mann ins Dschungelcamp geht, dann hoffe ich, dass ich mich endlich verlieben werde und eine Familie gründen kann. Das wäre so toll. Lorielle, die Dschungelkönigin, hat die große Liebe ihres Lebens gefunden.“ Außerdem kann sich die Supertranse vorstellen, im Dschungel ihre Unschuld zu verlieren. Sie sagt: „Ich bin ja noch unberührt und wenn ich wirklich verliebt bin, wer weiß? Vielleicht im Tümpel? Aber da ist, glaube ich, auch ein Wasserfall. Das wäre toll. Sex unterm Wasserfall. Mir ist ja auch immer so heiß. Ich habe immer so eine Körperhitze. Da bin ich dann direkt ein bisschen abgekühlt, wenn ich da unterm Wasserfall wäre. Hoffentlich ist da jemand Heißes dabei, Nico Schwanz schon mal nicht.“

Gundis Zambo (42): „Ich bin dabei, weil ich mich wahnsinnig auf ein großes Experiment freue. Ich denke, ich werde ganz viel über mich selber, andere Menschen und Mutter Erde lernen.“

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