Mi, 23. Mai 2018

Brutale Attacke

28.09.2008 19:12

Mordalarm nach tödlichem Stiegensturz in Linz

Der tödliche Sturz eines 21-jährigen Linzers über eine Stiege hat sich am Sonntag als Gewaltverbrechen entpuppt, wie die Sicherheitsdirektion bekannt gab. Zuvor waren die Todesumstände vom Landeskriminalamt als "bedenklich" eingestuft worden. Die routinemäßigen Ermittlungen der Kriminal-Polizei sowie eine angeordnete Obduktion riefen daraufhin die Mordkommission auf den Plan.

Gegen 4.15 Uhr dürfte es zu der tödlichen Attacke auf den jungen Mann aus Ex-Jugoslawien gekommen sein. Der 21-Jährige hatte bis zu diesem Zeitpunkt mit seiner gleichaltrigen Freundin und einigen Begleitern eine Diskothek im Stadtteil Neue Heimat besucht, die sich im ersten Stock des Gebäudes befindet. Im Stiegenhaus zur Disco dürfte der Nachtschwärmer dann von einer Gruppe angegriffen und geschlagen worden sein.

"Laut angeordneter Obduktion sind Faustschläge und Fußtritte deutlich feststellbar", sagte Sicherheitsdirektor Alois Lissl. Außerdem habe seine Freundin, als sie vor dem Lokal auf ihn wartete, deutlich gehört, wie der 21-Jährige nur kurz zuvor "Lasst mich in Ruh‘" geschrien habe. Diese letzten Worte ließen zumindest auf eine Personengruppe schließen, so die Polizei.

Als die Begleiter des jungen Mannes ihrem Freund zu Hilfe eilen wollten, lag dieser bereits leblos im Stiegenhaus. Trotz Reanimation durch den Notarzt und Erster Hilfe durch die anwesenden Freunde starb der 21-Jährige gegen 4.30 Uhr noch am Tatort.

Einer im Auftrag der Staatsanwaltschaft Linz durchgeführten Obduktion zufolge starb der Linzer an einem von einem Hirnödem ausgelösten Organversagen. Verursacht wurde die Hirnschwellung offensichtlich durch die Faustschläge, aber auch durch Fußtritte bzw. durch den Sturz zu Boden.

Nach Auskunft der Sicherheitsdirektion befanden sich zum Zeitpunkt der Tat noch rund 100 Gäste in der Diskothek. Ein Großteil dürfte, wie der Getötete auch, aus Rest-Jugoslawien stammen. Motive und Hintergründe der Attacke bzw. die Identität der Täter sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Symbolbild

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