Fr, 23. Februar 2018

Lokalaugenschein

15.09.2008 12:43

Klagenfurter Polizei startet "Soko Wettcafé"

Die Täter sind bewaffnet, skrupellos und haben oft selbst viel Geld in den Lokalen verloren: Die brutale Raubüberfall-Serie auf Wettcafés reißt nicht ab. Nach dem siebenten Coup startet die Polizei die "Soko Wettcafé" und schreckt Spieler dort ab, wo sich ihr Motiv ergeben könnte. Die "Krone" war dabei.

Ein helles Vorzimmer - dann ein Vorhang. Er soll die Spieler vor neugierigen Blicken schützen, wenn sie die blinkenden Automaten mit Geldscheinen füttern. Sechzig dieser Lokale gibt es in Klagenfurt. Sieben von ihnen wurden seit März überfallen. Eines davon ist das "Casino" in der Feldkirchner Straße - die erste Station der Sonderstreife.

Es ist 21.30 Uhr, als vier Uniformierte, zwei zivile Kriminalbeamte und Stadtpolizeikommandant Eugen Schluga das Lokal betreten. "Haben sie Sicherheitsvorkehrungen getroffen?" will der Kommandant wissen, während seine Kollegen das Alter der Spieler kontrollieren. Wie in den meisten Lokalen finden wir Überwachungskameras. Und der Tresor werde täglich entleert, antwortet Fräulein Silvi: "Wir überlegen uns nach den Überfällen, die Eingangstüre abzuschließen."

Angst vor Kriminellen hat die Klagenfurterin, wie auch Benjamin T., keine. Ihm wurde bei einem der Überfälle eine Pistole vors Gesicht gehalten. Dennoch trifft ihn die Streife im Casino beim Messegelände an: "Das Gefühl ist schon mulmig. Angst hat aber keiner in der Branche." Die Nacht verlief ruhig. Die "Ikarus"-Streife soll dafür sorgen, dass es in den Cafés weiterhin so bleibt.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden