Fr, 25. Mai 2018

Nahversorgung

05.09.2008 16:45

Urfahraner Grünmarkt ist unendliche Geschichte

Kaum noch Nahversorger im Linzer Stadtteil Urfahr-West - und nun ist auch noch der traditionelle Grünmarkt in Gefahr: Ein Architektenwettbewerb für eine Neugestaltung wurde zum Roulette, die Wünsche der Stadt wurden ignoriert. "Das Siegermodell muss umgeplant werden!", ärgert sich Stadtrat Klaus Luger.

Einige der Beschicker des Grünmarktes neben dem ehemaligen Rathaus von Urfahr denken sogar schon ans aufhören. Seit das Café am Markt geschlossen und in eine Alko-Bude umgewandelt wurde, werden dort außerdem ständig Markt-Kundinnen von betrunkenen Gästen belästigt.
"Der Urfahraner Grünmarkt soll deswegen umgestaltet und wieder attraktiv gemacht werden", erklärt SP-Planungsstadtrat Klaus Luger: "Die Einzelkioske sollen durch ein eingeschoßiges Gebäude entlang der Mühlkreisbahnstraße ersetzt, das Areal für den samstägigen Bauernmarkt als Park gestaltet werden."

Doch zum Abschluss eines Architektenwettbewerbs (sechs teilnehmende Büros) war die Jury (auf der einen Seite die Stadräte Klaus Luger, Johann Mayr und Susi Wegscheider sowie Stadtentwicklungsdirektor Gunter Amesberger, auf der anderen vier Architekten) mit Plänen konfrontiert, von denen kein einziger den Vorgaben entsprach - und schließlich doch von den Architekten ein Siegerprojekt durchgedrückt wurde. Das kostete die Stadt 39.500 Euro an Preisgeldern und Vergütungen!

Von Johann Haginger, Oö. Krone

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