Sa, 18. November 2017

Plötzlicher Tod

05.09.2008 16:32

Trainierter Sportler fällt tot vom Rad

Sein Herz war laut Wissens seiner Ärzte gesund, dennoch stürzte bei einer Mountainbike-Tour in Vorderstoder der 44-jährige Günter Kunst aus Judenburg plötzlich tot vom Rad. Der durchtrainierte Steirer wird jetzt obduziert. Mediziner mahnen vor allem Hobbysportler, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Der 44-jährige Steirer war in Windischgarsten wegen seines Bewegungsapparats auf Kur, das Herz war laut Diagnose pumperlgesund. Warum es während der Freizeit-Ausfahrt plötzlich versagte, soll die Obduktion klären.

"Es gibt immer wieder Fälle von jungen trainierten Sportlern, die plötzlich tot umfallen. Das können unbemerkte angeborene Herzfehler sein oder die Auswirkungen von einer Verkühlung, wenn man wieder mit dem Sport beginnt, ehe man wieder gesund ist", sagt Dr. Andreas Dallamassl, Sportmediziner in Linz (siehe Interview unten). Er mahnt vor allem Untrainierte oder Hobby-Sportler, die etwa jahrelang pausiert haben, einen gründlichen Check machen zu lassen, ehe die Laufschuhe, Bade- oder Radlerhose wieder angezogen werden.

Und obwohl es traurige Ausnahmefälle wie den verstorbenen Mountainbiker gibt, belegen Studien, dass regelmäßiger Sport das Herzinfarktrisiko halbiert.

"Leute vergessen oft auf die Familiengeschichte!"
Dr. Andreas Dallamassl (48) aus Linz ist Mediziner und 40-facher Marathonläufer. Extremsport - das ist für ihn eine Frage der Definition: Für totale Antisportler ist schon Langsamlaufen extrem.

Wer trägt die größten Risiken beim Sporteln?
 Sicher die ambitionierten Hobby-Sportler, die alles zu schnell angehen und sich nicht durchchecken lassen.

Ist das auch nötig, wenn man sich sehr fit fühlt?
Ab 35 Jahre ist es anzuraten. Viele Leute vergessen die Familiengeschichte. Wenn Eltern oder Großeltern Herz-Kreislauferkrankungen hatten, ist das ein Risiko. Überhaupt sollte man nur Sport machen, der Spass macht, sonst kostet er mehr Kraft als er gibt.

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