So, 17. Dezember 2017

"Platz machen"

27.06.2008 15:06

Tiroler SPÖ-Landesrat wirft das Handtuch

Die Tiroler Landtagswahl sorgt in den Landesorganisationen der Regierungsparteien weiter für Konsequenzen: Wenige Stunden vor dem SP-Parteivorstand hat Landesrat Hans Lindenberger am Freitagnachmittag das Handtuch geworfen, er wolle Platz machen, hieß es. Favoritin für das zweite Regierungsamt der SPÖ ist Sozialsprecherin Gabi Schiessling.

Lindenberger will auch sein Landtagsmandat nicht annehmen. "Ich möchte damit einen Beitrag dazu leisten, dass in der SPÖ Tirol nach der schmerzlichen Landtagswahl am 8. Juni wieder Ruhe einkehrt", erklärte er. Durch die Verluste bei der Wahl verfüge die Partei nur mehr über wenig Spielraum, es sei "eng geworden". Durch seinen Verzicht auf Regierung und Landtag würden Plätze frei, die an Vertreter aus den Bezirken vergeben werden könnten.

Sozialsprecherin Schliessing Nachfolge-Favoritin
Das Ausscheiden Lindenbergers hatte sich bereits bei Abschluss der Koalitionsgespräche abgezeichnet. Die SPÖ hatte das Verkehrsressort an die ÖVP abgegeben, Wohnbauförderung und Sport will SPÖ-Tirol-Chef und Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner in Zukunft verwalten. Für den Sozialbereich muss der Landesparteivorstand am Abend die Weichen stellen. Neben Sozialsprecherin Schiessling wurde auch der Zirler SPÖ-Vizebürgermeister Walter Draxl genannt.

Von der ÖBB in die Politik
Der Verkehrsexperte Lindenberger gehörte zweieinhalb Jahre der Tiroler Landesregierung an. Lindenberger wurde 1949 in Innsbruck geboren und wechselte 1980 aus der Privatwirtschaft zu den ÖBB. Zu seinen Aufgaben zählten die Realisierung der Bahnumfahrung Innsbruck mit dem 13 Kilometer langen Inntaltunnel. 1992 übernahm er die Leitung der Innsbrucker ÖBB-Direktion, 1995 wurde er Geschäftsführer der Brenner-Eisenbahngesellschaft. Lindenberger ist verheiratet und Vater zweier Söhne.

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