So, 19. November 2017

Zukunftssorgen

22.06.2008 22:28

Auch Arbeitslosigkeit kann krank machen

Dass Stress im Job krank machen kann, wurde bei einem Symposium in Linz diskutiert. Dasselbe gilt aber auch für die Arbeitslosigkeit: Damit befassen sich Experten bei einer Fachtagung am 26. Juni im Linzer Siemens-Forum. Die Sorge um die Zukunft verstärkt auch bereits bestehende Probleme.

Namhafte Referenten werden den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit beleuchten. So wird Mag. Dagmar Andree von der oö. Arbeiterkammer über einen fatalen Kreislauf sprechen: „Die Arbeitslosigkeit macht krank, Krankheit macht arbeitslos, Arbeitslosigkeit macht arm, Armut macht wieder krank.“

Auch Dr. Christine Orthofer-Stelzer von der Linzer Uni hat dem Thema eine Studie gewidmet. „Wir wollten wissen, wie es Arbeitslosen geht und haben viele befragt.“ Eines der Ergebnisse: „Es geht mir schlecht“, sagen normalerweise vier Prozent der Befragten. Nach sechs Monaten ohne Job sind es schon acht, nach einem Jahr 21 Prozent.

Zum Schluss der Veranstaltung werden auch Anlaufstellen für Erwerbslose sowie Möglichkeiten einer Schulung für Menschen mit gesundheitlichen Nachteilen vorgestellt.

Die Arbeitslosen haben mehr Schlafstörungen
Mit Folgen der Arbeitslosigkeit hat sich Dr. Christine Orthofer-Stelzer von der Linzer Uni in einer Studie beschäftigt.

Wer arbeitslos ist, hat weniger Geld.
Ja, aber die Auswirkungen sind vielfältiger. Auch Wohnen und Familie sind betroffen. So hat ein Befragter gesagt: „Mir geht es ganz gut, aber meine Frau macht sich große Sorgen.“

Und die Gesundheit?
Da sind die Ergebnisse eindeutig. Arbeitslose fühlen sich nicht nur schlechter, sie haben auch deutlich öfter Schlafstörungen. Bei Berufstätigen gibt das nur jeder zwanzigste an, bei den Arbeitslosen aber jeder vierte.

Aber nicht alle leiden.
Natürlich kommt auch das Gegenteil vor. Zum Beispiel, wenn jemand nachts gekellnert hat und jetzt besser schläft.

Foto: „Krone“

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