Mi, 22. November 2017

Flugzeug gestellt

22.06.2008 19:56

Eurofighter fingen französische Militärmaschine ab

Premiere für die Eurofighter: Eine französische Militärmaschine ist am Freitag unerlaubt in den österreichischen Luftraum eingedrungen. Zwei österreichische Jets des Bundesheeres düsten mit einer Geschwindigkeit knapp unter der Schallgrenze von der Steiermark ins Mittelburgenland und absolvierten ihr erstes Abfangmanöver. Die Militärmaschine wurde von den Abfangjägern wieder hinausbegleitet.

Dabei kamen die Eurofighter eher durch Zufall zum Zug, als am Freitag um 9.50 Uhr "Priorität Alpha" alarmiert wurde: Bei Deutschkreutz hatte eine Hercules-C-130 die Staatsgrenze überquert, weder die Nationalität noch der Auftrag der Militärmaschine war unserer Luftraumüberwachung bekannt. Die Eurofighter hatten sich gerade auf einem Übungsflug in der Südoststeiermark befunden.

Mit einer Geschwindigkeit knapp unter der Schallgrenze düsten zwei Eurofighter-Jets von der Steiermark ins Mittelburgenland, wo die Piloten zehn Minuten später Sichtkontakt mit der "Hercules" hatten. Sie identifizierten sie als französische Maschine und funkten den Piloten an. Dieser soll anfangs sehr verwundert gewesen sein, als er seine Begleiter registrierte. Tatsächlich hatte die Transportmaschine keine Überflugsgenehmigung.

Protestnote bei den Franzosen
Der Franzose wurde aufgefordert, den österreichischen Luftraum zu verlassen, was er - eskortiert von den Abfangjägern - 10.15 Uhr nördlich von Salzburg auch tat. Die Eurofighter kehrten daraufhin nach Zeltweg zurück, alles Weitere spielt sich nun auf militärdiplomatischer Ebene ab. Die Causa dürfte eine Protestnote bei den Franzosen zur Folge haben.

Die Einsatzpremiere des Eurofighters erfüllt die Luftstreitkräfte schon ein wenig mit Stolz. Erst elf Monate sind seit der Landung des ersten "Typhoon" in Zeltweg vergangen, und das hochkomplexe System dürfte funktionieren - weit schneller als bei den anderen Nationen. Ab 1. Juli müssen die acht derzeit bei uns stationierten Eurofighter den Luftraum alleine sichern. Die zwölf F 5 sind dann schon wieder zurück in der Schweiz.

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