Fr, 24. November 2017

Mit 11 versklavt

12.06.2008 10:09

Ehepaar hielt Mädchen 14 Jahre lang gefangen

Eine junge Frau ist in Brasilien 14 Jahre lang von einem Ehepaar als Sklavin gehalten und misshandelt worden. Seit ihrem elften Lebensjahr war sie von einem reichen Ehepaar festgehalten und zur Arbeit gezwungen worden, bevor die junge Frau am Dienstag von der Polizei aus den Fängen ihrer Peiniger befreit wurde.

Das Haus der "Sklavenhalter" in der nordöstlichen Landeshauptstadt Salvador durfte sie weder verlassen, noch habe sie für ihre Arbeit Lohn bekommen, sagte die heute 25 Jahre alte Gabriela de Jesus. Die Polizei wurde durch einen anonymen Anruf alarmiert und befreite die verwahrloste Frau aus der hübschen Villa.

Die 55 Jahre alte Lehrerin Maria Helena Silva und ihr Ehemann, der Unternehmer Jose Carlos Silva (57), wurden verhaftet und wegen Freiheitsberaubung angezeigt. "Sie haben mich mit Besen und Gürtel geschlagen und mich täglich geohrfeigt", schilderte Gabriela de Jesus ihr jahrelanges Martyrium der Polizei in Brasilien. Der 57-jährige Verdächtige sagte den Ermittlern, er habe dem Mädchen nie Geld gezahlt, weil er sie "wie eine Tochter" behandelt habe.

Von vier Uhr früh bis in die Nacht geschuftet
Das Mädchen war mit elf Jahren von seiner bettelarmen Familie in die Obhut des reichen Paares gegeben worden, damit es ihr besser ergehe. Ihre "neuen Eltern" hatten sie dann nach nur drei Monaten aus der Schule genommen und das zierliche Mädchen zur Arbeit in dem riesigen Haus verdonnert. Sexuell missbraucht habe man sie nicht, sagte Gabriela de Jesus den Polizeiermittlern.

Sie musste täglich um vier Uhr früh aufstehen und oft bis spät in die Nacht hinein als Putzfrau, Gärtnerin und Dienstmädchen für das Ehepaar arbeiten. Weigerte sie sich, gab es Schläge. In Brasilien ist es nicht ungewöhnlich, dass Mädchen aus ärmeren Schichten bei Reichen unterkommen und dort als Hausmädchen arbeiten. Ein solch extremer Fall ist bisher aber noch nicht bekannt geworden.

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