Mi, 13. Dezember 2017

Angekettete Nonnen

09.06.2008 10:56

Ordensschwestern protestieren vor dem Vatikan

Zu einem drastischen Mittel des Protestes haben am Sonntag vor dem Vatikan in Rom zwei Nonnen gegriffen, um die Aufmerksamkeit von Papst Benedikt XVI. zu erregen. Die beiden Damen ketteten sich selbst an, weil sie aus ihrem Kloster geworfen wurden.

Die beiden Nonnen mussten im Jahr 2005 aus gesundheitlichen Gründen einen längeren Krankenhausaufenthalt antreten. Als sie nach der Gesundung ins Kloster zurückkehren wollten, standen sie vor verschlossenen Türen: "Nach 60 Jahren klösterlichem Leben ganz der Kirche gewidmet sind wir wie zwei Müllsäcke hilflos auf der Straße gelandet", sagte Schwester Albina Locantore, 73, die sich gemeinsam mit ihrer 79-jährigen Weggefährtin Teresa Izzi jetzt vor dem Vatikan ankettete.

Auf einem Plakat hatten die beiden Ordensschwestern geschrieben: "Wir sind keine Prostiuierten, keine Gewalttäterinnen, keine Diebinnen und keine Geistesgestörten!"

Die ungewöhnliche Demonstration wurde nahe des Fensters abgehalten, an dem der Heilige Vater sein sonntägliches "Engel des Herrn" über dem St. Petersplatz verkündet. Vom Vatikan gab es zu dem Vorfall keinerlei Kommentar.

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