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15.10.2021

Motor

Gut und sicher durch die kalte Jahreszeit

Nebel, Laub, Nässe, Wildwechsel oder Schnee und morgendliches Glatteis – wer im Herbst und Winter mit dem Auto unterwegs ist, sollte der Sicherheit zuliebe vorausschauend fahren.

Foto: zef art - stock.adobe.com

Sichtbehinderungen durch plötzlich auftauchende Nebelfelder sind im Herbst oft ein Grund für schwere Unfälle. Wer hier auf der sicheren Seite sein will, passt seine Geschwindigkeit der Sichtweite an und schaltet Schlussleuchten und Nebelscheinwerfer ein. Um dafür gewappnet zu sein, ist es ratsam, die Beleuchtungsanlage des Autos rechtzeitig zu überprüfen! Doch damit nicht genug: Auch Kühl- oder Scheibenwasser sowie die Batterie sollten unbedingt gecheckt werden! Wichtig bei tiefstehender Sonne im Herbst sind eine Sonnenbrille, eine saubere Windschutzscheibe sowie die Sonnenblende. Laub und Starkregen erfordern zudem neben dem entsprechenden Fahrverhalten auch eine richtige Bereifung.

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Wnterreifen müssen eine Profiltiefe von 4 mm aufweisen. Foto: Milan - stock.adobe.com

A propos Bereifung: Von 1. November bis 15. April besteht für Pkw und Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen sowie Mopedautos die situative Winterausrüstungspflicht. Das bedeutet, dass bei Schnee, Schneematsch oder Eis auf der Fahrbahn Winterreifen auf allen Rädern montiert sein müssen. Diese müssen eine M+S Kennzeichnung haben und mindestens 4 mm Pro- filtiefe aufweisen. Wer bei winterlichen Fahrbedingungen ohne passende Reifen erwischt wird, muss mit einem Organmandat in Höhe von etwa 50 Euro rechnen. Werden andere Verkehrsteilnehmer durch die falsche Bereifung gefährdet, drohen theoretisch bis zu 5.000 Euro Strafe. Bei Personenschäden muss man sogar mit einer Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft rechnen.

Zudem kann die Kaskoversicherung ihre Leistung ablehnen. Auch wenn es noch nicht geschneit hat: Schon ab einer Temperatur von fünf Grad plus weisen Winterrreifen aufgrund ihrer speziellen Gummimischung deutlich bessere Fahreigenschaften auf als Sommerreifen.

Mach dich sichtbar!

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Wer sichtbarer ist, ist auch sicherer unterwegs. Foto: famveldman - stock.adobe.com

Mit Herbstbeginn wurde die kalte Jahreshälfte eingeläutet – und mit ihr jene Saison, in der die meisten Unfälle bei Dämmerung und Dunkelheit stattfinden. Doch nicht nur das: Auch der Anteil an Unfällen mit Zufußgehenden ist deutlich höher als in den restlichen Monaten des Jahres – mit oftmals drastischen Folgen: So verglückte 2020 knapp die Hälfte aller getöteten Fußgänger bei Dämmerung oder Dunkelheit. Das prinzipielle Problem dabei: „Optische Reize wie Lichter, Signalfarben an Verkehrszeichen, Bodenmarkierungen oder auch andere Verkehrsbeteiligte werden bei fordernden Sichtverhältnissen schlechter und später wahrgenommen – die Folge ist eine verzögerte Reaktion“, weiß Marion Seidenberger vom ÖAMTC, „Lenkende sollten dann besonders defensiv und vorsichtig fahren, indem sie mehr Abstand einhalten und die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen.“ Auch Fußgänger, Roller- und Radfahrer sind gefordert: Wer sich mit Reflektoren ausstattet, ist so um bis zu fünfmal früher sichtbar. Außerdem sollten fahrbahngetrennte Bereiche und beleuchtete Fahrbahnquerungen bevorzugt werden. Wichtig ist auch eine „Lampenkontrolle“ am Fahrzeug: Defekte Leuchten sollten sofort getauscht werden.