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29.08.2026

Herbst erleben

Goldene Wege durch Osttirol

Klare Fernsicht, goldene Lärchenwälder und regionale Schmankerl prägen den Herbst in Osttirol. Zwischen Lienz und St. Jakob im Defereggental beginnt jetzt die Zeit zum Genießen.

Foto: Thomas Vielgut

Wenn sich die Lärchen goldgelb färben und die ersten Schneefelder die höchsten Gipfel überziehen, beginnt in Osttirol eine der schönsten Wanderzeiten des Jahres. Die Temperaturen sind angenehm, die Fernsicht reicht oft bis zum Großglockner und über den 266 Dreitausendern liegt eine besondere Ruhe.

Viele bewirtschaftete Hütten haben noch bis Mitte oder Ende Oktober geöffnet und laden zur Einkehr mit regionalen Spezialitäten wie Schlipfkrapfen, Bergkäse oder einem Glas Pregler ein. Ob gemütliche Almwanderung, anspruchsvolle Bergtour oder entspannter Spaziergang entlang eines Gebirgsbaches – die Region bietet ideale Bedingungen für alle, die den Herbst aktiv erleben möchten. RangerTouren im Nationalpark Hohe Tauern eröffnen spannende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt sowie in die geologischen Besonderheiten der Hochgebirgslandschaft.

Lienz: Stadtflair und Dolomiten

Lienz verbindet im Herbst südliches Lebensgefühl mit alpiner Natur. Rund um die Bezirkshauptstadt färben sich die Lärchenwälder der Lienzer Dolomiten in warme Gelb- und Goldtöne, während Cafés und Restaurants am Hauptplatz noch zum Verweilen im Freien einladen. Wanderer starten direkt von der Stadt zu Touren in die umliegende Bergwelt oder erkunden Naturjuwele wie die Galitzenklamm. Auch kulturell lohnt sich ein Aufenthalt: Schloss Bruck mit seinen Ausstellungen, die historische Altstadt oder Veranstaltungen wie Erntedankfeste und der Schlossherbst bringen Geschichte und Brauchtum auf angenehme Weise näher.

St. Jakob im Defereggental

Wer Ruhe sucht, findet sie in St. Jakob im Defereggental. Eingebettet in den Nationalpark Hohe Tauern zählt das Tal zu den ursprünglichsten Landschaften Osttirols. Besonders eindrucksvoll zeigt sich im Herbst der Oberhauser Zirbenwald, der größte Zirbenwald der Ostalpen. Zwischen goldenen Lärchen, uralten Zirben und klarer Bergluft führen Wanderwege durch eine Landschaft, in der man oft stundenlang unterwegs ist, ohne vielen Menschen zu begegnen. Gemütliche Almhütten servieren regionale Spezialitäten, während das Barmer Haus an die Bergbau- und Knappengeschichte des Tales erinnert.

Brauchtum und Kulinarik

Der Herbst ist in Osttirol auch die Zeit gelebter Traditionen. Beim Schafalmabtrieb kehren jedes Jahr mehr als 22.000 Tiere von den hochalpinen Weiden ins Tal zurück – ein Brauchtum, das seit Jahrhunderten gepflegt wird. In den Gasthäusern stehen jetzt herbstliche Spezialitäten wie Schöpsenbraten mit Osttiroler Kartoffeln, Wildgerichte oder hausgemachte Schmankerln auf der Speisekarte. Wer Kultur und Geschichte entdecken möchte, besucht die Römerstadt Aguntum bei Dölsach oder die eindrucksvoll restaurierte Burg Heinfels im Pustertal.

Web: www.osttirol.com