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05.07.2026

Festspiele in Salzburg

Pausen-Beschäftigung

In und um Salzburg gibt es zur Festspielzeit noch mehr zu erleben als Kunst und Kultur. Zahlreiche Ausflugsziele und Gaumenfreuden locken hinaus ins wunderschöne Umland.

Foto: SalzburgerLand Tourismus/Jonathan Forsthuber

Bootsfahrt am Wolfgangsee, Ausflug zum Großarl Almenweg oder ein Besuch auf der Burg Hohenwerfen. Es gibt so viel zu entdecken!

Kulturbegeisterte aus aller Welt strömen zu den Salzburger Festspielen, wenn sich die Stadt im Sommer in eine einzige große Bühne verwandelt. Zwischen Opernpremieren, Schauspielaufführungen und Konzertabenden bleibt untertags aber oft noch genug Zeit für Entdeckungen jenseits der Stadtgrenzen. Das Salzburger Land bietet dafür eine wirklich beeindruckende Mischung aus Natur, Kulinarik und Freizeitangeboten – ideal für einen Tagesausflug oder eine entspannte Auszeit zwischen zwei Vorstellungen.

Auf der Wolfgangsee Straße (B158) gelangt man – etwa mit dem Bus der Linie 150 – sehr schnell an einen der vielen beeindruckenden Seen des Salzkammerguts. Der malerische Fuschlsee ist in knapp 30 Minuten erreichbar. Von da ist es auch nicht mehr weit zum weltberühmten Wolfgangsee, auch der Mondsee liegt gleichsam ums Eck.

Nördlich von Salzburg, ebenfalls nur ein paar Minuten entfernt, liegt das Salzburger Seenland mit weiteren idyllisch gelegenen Gewässern, etwa dem Wallersee, Mattsee oder dem Obertrumer See – an dessen Ufer jenes Bier gebraut wird, das dem einen oder anderen vielleicht ja ein schmackhafter Begriff ist. Das weit verzweigte Radwegenetz des Seenlands, erfrischende Strandbäder und Bootsverleih vor Ort sind bei aktiven Kultururlaubern im Sommer besonders beliebt.

Wen es hingegen hinauf in die Berge zieht, der findet auf einem der Hausberge der Stadt Salzburg, etwa dem Untersberg oder dem Gaisberg, das perfekte Ausflugsziel. Beliebt sind auch die Almen am Zwölferhorn (beim Wolfgangsee) oder die Postalm, das größte Almgebiet Österreichs.

Noch mehr Ausflugsziele

Ihren Namen und Reichtum hat die Region rund um Salzburg dem „weißen Gold“ zu verdanken. In den Salzwelten Salzburg erfährt man viel Spannendes über die Salzgewinnung.

Gleich gegenüber dem Eingang der Salzwelten führt eine Zeitreise in die Vergangenheit – genau genommen ins Keltendorf Salina. Hier kann man originalgetreu rekonstruierte Hütten entdecken und erfahren, wie die Menschen damals lebten und arbeiteten. Das nur wenige Fahrminuten (bzw. eine einfache ca. 45-minütige Wanderung) entfernte Keltenmuseum Hallein präsentiert eine umfassende eisenzeitliche Sammlung.

Mittelalter-Fans erobern stattdessen die Festung Hohenwerfen. Majestätisch thront die Burg auf einem Felsen hoch über dem Salzachtal, Greifvögel kreisen um ihre Türme. Im Rahmen verschiedener Führungen lässt sich das Mittelalter hier oben mit allen Sinnen nachspüren.

In der Eisriesenwelt Werfen gibt es die größte Eishöhle der Welt zu erforschen. Über mehr als 42 km Länge erstreckt sich das gesamte Höhlensystem. Der erste, rund einen Kilometer lange, Teil ist mit imposanten Eisgebilden bedeckt und für Besucher zugänglich. Da die Höhle unter Denkmalschutz steht, wurde bei der Erschließung besonderer Wert auf Naturbelassenheit gelegt.

Im Zoo Salzburg auf dem Areal Hellbrunn kann man 140 Arten bestaunen, während sich auf Gut Aiderbichl in Henndorf gerettete Tiere über Streicheleinheiten freuen.

Technik-Fans wiederum kommen in den Ferdinand Porsche Erlebniswelten fahr(t)raum in Mattsee so richtig auf ihre Rechnung. Auf dem Gelände einer ehemaligen Schuhfabrik mit industriellem Retro-Charme werden historische Rennwägen, Traktoren und Flugzeuge gezeigt. Das ist Technik zum Anfassen – denn bei vielen Exponaten ist das Angreifen ausdrücklich erwünscht.

Via Culinaria

Wer den Kulturgenuss schätzt, wird bestimmt auch an der regionalen Küche Gefallen finden. Um die große kulinarische Vielfalt des Salzburger Landes zu erkunden, orientiert man sich am besten an der sogenannten „Via Culinaria“. Diese führt auf zehn verschiedenen Genusswegen zu den köstlichsten regionalen Produkten – egal ob man sie beim Produzenten oder beim Bauern verkostet, beim urigen Wirt als traditionelle Spezialitäten genießt oder sie im Haubenrestaurant als höchste Gourmetkunst serviert bekommt.

Es gibt einen Genussweg für Feinspitze und einen für Fischfans, einen für Bier- und Schnapsverkoster und einen für Fleischtiger, einen für Käsefreaks oder einen für Kräuterliebhaber. Natürlich darf da auch ein süßer Genussweg für Naschkatzen nicht fehlen! Bei insgesamt rund 390 empfehlenswerten Adressen findet man ganz sicher sein persönliches, unvergessliches Genusserlebnis.

von Günther Kralicek