Die Kraft des Wassers wird in Kärnten schon seit Jahrhunderten genutzt – erst hauptsächlich zum Mahlen von Getreide. Doch dann erreichte die Elektrifizierung Anfang des 20. Jahrhunderts auch unser Bundesland.
Das Stift St. Paul war, wie viele andere Stifte zu dieser Zeit, dabei, die Kraft des Wassers zu nutzen und auch in elektrische Energie zu überführen“, erklärt Johann Steiner, Wirtschaftsdirektor des Stifts St. Paul im Lavanttal. So ging 1907 neben der alten Mühle eines der ersten Wasserkraftwerke Kärntens an der Lavant in Betrieb. „2015 wurde es revitalisiert, vor ein paar Jahren die Fischaufstiegshilfe für rund 500.000 Euro neu errichtet“, erklärt der Wirtschaftsdirektor des Stifts.

Heute deckt das 220-KW-Kraftwerk den überwiegenden Teil des eigenen Strombedarfs ab. „,Wir nutzen den Strom für die eigenen Betriebe, die Küche, aber auch für die Beheizung“, erklärt Steiner. „Und gerade in den Sommermonaten erzielen wir Überschüsse. Seit dem Vorjahr versorgen wir damit über die Energiegemeinschaft Lavanttal regionale Abnehmer.“
Doch die geringen Niederschlagsmengen der vergangenen Jahre sind auch bei der Lavant spürbar. Wir müssen einen Mindestpegel halten, daher wurde heuer im März das Kraftwerk sogar abgestellt“, so Steiner. F. Justich