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17.06.2026

Das Land der 1000 Seen

Belastung an Seen geringer

Forschungsinstitut bewertet jährlich ökologischen Zustand der Gewässer.

Klopeiner See Foto: Elisabeth Nachbar

<span draggable="false" data-highlightable="1" id="inyb2-2"><span draggable="false" data-highlightable="1" id="i9l84-2" data-qb-tmp-id="lt-486927" spellcheck="false" data-gramm="false" data-lpop-hide-native-caret="" class="gjs-selected">Marika Lagger-Pöllinger<b><i> </i></b></span></span>Foto: Handler Wolfgang
Marika Lagger-Pöllinger Foto: Handler Wolfgang

Stolze 1318 Wasserproben für chemische und biologische Analysen hat das Kärntner Institut für Seenforschung alleine im Jahr 2025 entnommen. Daraus ergibt sich der 40. Kärntner Seenbericht, der den ökologischen Zustand der Gewässer, Klimaveränderung, Nutzung, Wasserpflanzen, Fischbestände und Uferstrukturen der heimischen Seen untersucht.

Bis in die 20er-Jahre gehen die Erhebungen rund um die heimischen Gewässer zurück. 1975 wurde aus einem kleinen limnologischen Labor, also einem Labor, in dem Binnengewässer erforscht werden, das Kärntner Institut für Seenforschung. Ursprünglich ging es um die Überwachung der Gewässergüte, Nährstoffverhältnisse und Sanierungsmaßnahmen.

"Die Ergebnisse zeigen, wie sensibel unsere Kärntner Seen auf Witterung, Temperatur und Wasserhaushalt reagieren."
Marika Lagger-Pöllinger

Seit 2024 Werte bei elf Seen verbessert

Während im Jahr 2024 noch viele Seen wegen der Phosphorkonzentration auf der roten Liste landeten, gab es für 2025 bessere Ergebnisse. Gleich elf Seen wurden aufgrund der Verringerung der Nährstoffsituation um eine Klasse besser eingestuft.

Die Drau in Unterkärnten Foto: Elisabeth Nachbar
Die Drau in Unterkärnten Foto: Elisabeth Nachbar

Das sind der Gösselsdorfer See, Keutschacher See, Linsendorfer See, Silbersee, Forstsee, Hafnersee, Vassacher See, Pirkdorfer See, St. Andräer See, St. Urban See und der Zmulner See. Insgesamt wurden elf Seen mit „oligotroph“, 18 Seen mit „mesotroph“, sechs Seen mit „schwach eutroph“, fünf Seen mit „stark eutroph“ und ein See mit „hypertroph“ eingestuft. „Die Ergebnisse zeigen, wie sensibel unsere Seen auf Witterung, Temperatur und Wasserhaushalt reagieren. Besonders erfreulich ist die Entwicklung beim Keutschacher See. Er wurde wieder als nährstoffarm bewertet - und das ist bei Seen eine gute Nachricht: Weniger Nährstoffe bedeuten weniger Algenwachstum und meist stabilere ökologische Verhältnisse“, erklärt Umweltlandesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Elisabeth Nachbar