Wie berichtet, rammte der Mörder der 41-jährigen Juristin und Referentin der Österreichischen Nationalbank auf dem Nachhauseweg in Hernals mehrmals ein Messer in den Rücken. So fest, dass die verbogene Tatwaffe im Körper der zierlichen Frau stecken blieb. Dr. Julia R. verblutete nur etwa 400 Meter von ihrer Wohnung entfernt.
Möglicher Raubmord im Drogenrausch
Gab es anfangs Spekulationen über eine Beziehungstat oder einen Zusammenhang mit dem Beruf von Julia R. als Bankenprüferin, weist die Blutspur nun möglicherweise zu einem Raubmord im Drogenrausch! Denn der erste heiße Hinweis, der vom Netzbetreiber des Handys der zweifachen Mutter kam, führte zu einer jungen Slowakin aus der Wiener Rauschgiftszene.
Die Frau gab im Verhör durch Ermittler des Landeskriminalamtes (Gruppe Schaffer) an, das Mobiltelefon von Julia R. von einem Serben bekommen zu haben. Die DNA dieser beiden Verdächtigen passt aber nicht zu dem genetischen Fingerabdruck auf der Tatwaffe. Doch der Mann wies die Fahnder auf einen weiteren Süchtigen hin, von dem er wiederum das Handy erhalten habe.
Ehemann aus Täterkreis ausgeschlossen
Nach dem sich in der Drogenszene als U-Boot herumtreibenden Ungarn wird gefahndet. Während sich die Schlinge um den möglichen Killer zuzieht, tauchte nun auch die schwarze Damenhandtasche des Mordopfers auf. Nur das Bargeld fehlt...
Indes trauert der anfangs ebenfalls tatverdächtige Witwer Heinz R. um seine geliebte Ehefrau: "Einen Handtaschenraub könnte ich ja noch verstehen, aber warum nur musste meine Julia sterben?"
Von Christoph Budin und Doris Vettermann
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