Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in Syrien zeigt der deutsche Kanzler Friedrich Merz jene Entschlossenheit, die man sich auch hierzulande wünschen würde. Sein Plan, in den nächsten zwei bis drei Jahren einen Großteil der in Deutschland lebenden Syrer zur Rückkehr zu bewegen, ist nur folgerichtig. Wer könnte das Land nach dem Ende des Bürgerkriegs besser wieder aufbauen als jene, die dort ihre Wurzeln haben? In Österreich blicken vermutlich viele Bürger nun erwartungsvoll auf Innenminister Gerhard Karner. Die Logik dahinter ist simpel: Nachdem Tausende Syrer den Sturz Assads auf unseren Straßen euphorisch gefeiert haben, dürfte das Heimweh groß und der Widerstand gegen eine Rückkehr gering sein. Wer die Befreiung seiner Heimat so leidenschaftlich bejubelt, wird sicher darauf brennen, beim Aufbau einer neuen Zukunft vor Ort mit anzupacken. Oder etwa nicht? Doch man ahnt bereits, wie es bei uns laufen wird: Minister Karner wird die Idee mit der üblichen Verspätung aufgreifen, bevor sich die ideologischen Malräder unserer Koalition gemächlich in Bewegung setzen. Am Ende steht dann wieder der obligatorische „österreichische Kompromiss“ – eine Lösung, die keine der drei Regierungsparteien glücklich macht und den Bürgern erst recht nicht gefällt. Man möchte fast resignieren, doch wie es so schön heißt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Fr, 3.4.2026
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