Als Landwirte in der EU erfüllen wir Auflagen, die immer strenger, teurer und bürokratischer werden. Tierwohl, Dokumentationspflichten, Umweltauflagen, Kontrollen – wir tragen sie mit, weil wir wissen, dass Qualität und Sicherheit wichtig sind. Und dann lesen wir, dass tonnenweise hormonbelastetes Rindfleisch aus Brasilien in die EU gelangt ist. Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes einzelnen Bauern, der täglich nach höchsten Standards arbeitet. Während wir jeden Stallumbau genehmigen lassen müssen und jede Futtercharge dokumentieren, kommen offenbar Produkte in den europäischen Markt, die mit in der EU verbotenen Wachstumshormonen belastet sind. Und genau mit diesen Ländern wurde das Mercosur-Abkommen mit aller Kraft vorangetrieben – trotz massiver Bedenken aus der Landwirtschaft. Wie soll man das noch erklären? Wir produzieren nach strengsten Regeln der Welt und stehen gleichzeitig im Wettbewerb mit Importware, die unter völlig anderen Bedingungen entsteht. Das ist kein fairer Markt – das ist politisch organisierter Wettbewerbsnachteil für Europas Bauern. Man predigt uns Nachhaltigkeit und Tierwohl, aber beim Import schaut man offenbar weg. Vertrauen sieht anders aus. Wenn das schon jetzt passiert, bevor das Abkommen vollständig greift, dann ist klar: Das ist nur der Anfang. Wer unsere Landwirtschaft ernst nimmt, darf solche Abkommen nicht auf dem Rücken der Bauern durchsetzen.
Gerhard Unterberger, Linz
Erschienen am Di, 3.3.2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.