Die Gastronomie tut jetzt so, als hätte Roman Hebenstreit persönlich die heilige Branche beleidigt. Dabei hat er nur ausgesprochen, was jeder Lehrling nach der ersten 50-Stunden-Woche versteht: AMS-Zwischenparken als Geschäftsmodell, Schwarzgeld als Traditionshandwerk und interne Arbeitszeitaufzeichnungen (sofern vorhanden), die bei Kontrollen schneller verschwinden als das Personal beim Frequency, das kollektiv in den Wald geflüchtet ist. Einzelfälle, heißt es, erstaunlich, wie viele davon zusammenkommen. Statt über faire, der Wirtschaft angepasste Löhne und gesünderes Arbeitsklima zu reden, blockiert die Arbeitgeberseite die KV-Verhandlungen, weil sie eine Entschuldigung will. Für den Hinweis, dass ein Schmalzbrot 14,50 € kostet, während die Löhne seit Jahren stagnieren? Oder dafür, dass Rekordpreise und Förderungen beim Personal so selten ankommen wie bezahlte Überstunden und/oder ein freier Sonntag? Gleichzeitig wundert man sich über die enorme Personalfluktuation. Immer heißt es: „Das Personal ist schlecht“, „taugt nichts“, ist „unterqualifiziert“ oder „überqualifiziert“, „kein Teamplayer“ etc. Komisch, wenn so viele kündigen oder den Beruf gar nicht mehr ausüben wollen, weil die Bedingungen nicht auszuhalten sind, kann es nicht immer am Personal liegen. Natürlich tragen auch hier die Gewerkschaften eine Mitschuld und sind gefragt, KVs auszuhandeln, die Sinn machen, so wie in manch anderen Branchen. Die Küche stinkt nicht wegen der Kritik, sie stinkt, weil etwas schon lange anbrennt.
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