„Kann euch sagen, ...“

Olympia-Debakel ist für Shiffrin noch präsent

Olympia
09.02.2026 06:55
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Slalom-Gold-Favoritin Mikaela Shiffrin bestreitet am Dienstag mit der Team-Kombination ihr erstes von drei Rennen bei den Olympischen Spielen in Cortina d‘Ampezzo. Nach Gold im Slalom 2014, Gold im Riesentorlauf und Silber in der Kombi 2018 ist das sportliche Debakel vor vier Jahren in Peking immer noch bei ihr präsent. „Danke, dass ihr ein Bild genommen habt, das mich stehend zeigt“, meinte sie auf einer Pressekonferenz angesichts eines Posters von ihr in fahrender Position.

Das habe sich jetzt aber mehr Lacher verdient, sagte die 30-Jährige zu den Medienvertretern. Gelacht hat sie selbst damals in China wenig. In der Reihenfolge schied sie im Riesentorlauf und Slalom jeweils im ersten Durchgang aus, wurde im Super-G Neunte, in der Abfahrt 18., kam in der Kombination im Slalom nicht ins Ziel und landete mit den USA im Teambewerb an der vierten Stelle.

  Sie analysiere immer noch, was in Peking passiert sei. Und meinte aber auch. „Ich kann euch sagen, ich würde Peking jederzeit einem Sturz in Killington mit einer Bauchverletzung vorziehen.“ Sie war am 30. November 2024 auf dem Weg zu ihrem 100. Weltcupsieg gestürzt und hatte sich eine Stichwunde im Bauch zugezogen. Da die Genesung nicht wie erhofft verlaufen war, musste sie operiert werden, Flüssigkeit wurde entfernt und ein Muskelriss in der Nähe des Beckens behandelt. Kurz vor der WM in Saalbach-Hinterglemm gab sie ihr Comeback. Mittlerweile hält sie bei 108 Weltcuperfolgen.

Shiffrin will ihre Werte repräsentieren
Gut vorbereitet war Shiffrin auf die Frage, wie es sich anfühle, angesichts der aktuellen Lage die USA zu vertreten. Es sei immer eine Ehre und ein Privileg, das US-Team und ihr Land zu repräsentieren, meinte sie zunächst. Dann nahm sie einen Zettel zur Hand, auf dem sie sich einige Gedanken notiert hatte. Inspiriert von der in Südafrika geborenen Hollywood-Schauspielerin Charlize Theron, die bei der Eröffnungsfeier Nelson Mandela zitiert hatte.

„Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Konflikten. Frieden ist das Schaffen eines Umfelds, in dem wir alle aufblühen können“, hatte Theron gesagt. „Ungeachtet von Rasse, Hautfarbe, Glaubensbekenntnis, Religion, Geschlecht, Klasse, Kaste oder anderen sozialen Unterschieden.“ Sie freue sich sehr darauf, ihre Werte bei den Spielen zu vertreten, meinte Shiffrin, Werte wie Inklusion, Vielfalt und Freundlichkeit. Das seien Werte, die sie und ihr Team jeden Tag auf dem Berg leben.

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