Olympia-Drama

Papa von Vonn nach Sturz: „Es bricht mir das Herz“

Olympia
09.02.2026 06:27
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach dem schrecklichen Sturz von Lindsey Vonn bei der Abfahrt der Olympischen Winterspiele haben sich nun ihr Vater und ihre Schwester zu Wort gemeldet.

Nach dem heftigen Sturz von Lindsey Vonn bei der Olympia-Abfahrt ist jetzt die erste Diagnose vom US-Team da: Die 41-jährige US-Amerikanerin erlitt nach dem Kreuzbandriss einen Bruch im linken Bein und wurde später im Ca‘ Fontello Spital in Treviso operiert. „Am Nachmittag wurde sie orthopädisch operiert, um den Bruch ihres linken Beins zu stabilisieren“, teilte das Krankenhaus in einer Erklärung mit. Eine Quelle sagte gegenüber Reuters, sie werde auf der Intensivstation überwacht, wo sie mehr Privatsphäre habe, und betonte, dass keine Lebensgefahr bestehe.

Vonn ist bei ihrem Versuch, noch einmal Olympia-Gold in der Abfahrt zu holen, bereits wenige Sekunden nach ihrem Start gestürzt. Die US-Amerikanerin, die mit 41 Jahren und trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie als eine der Favoritinnen galt, wurde am Sonntag auf der Olimpia delle Tofane in Cortina d‘Ampezzo noch vor der ersten Zwischenzeit ausgehebelt und schlug danach auf der Piste auf. Ihre Skier lösten sich bei der Landung nicht von den Schuhen.

Vonn wurde direkt auf der Piste erstversorgt, eine längere Unterbrechung war die Folge. Ein Helikopter barg anschließend die Verletzte.

Vonns Schwester Karin Kildow sprach in einer NBC-Übertragung offen über ihre Sorgen: „Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. In so einem Moment hofft man einfach nur, dass sie okay ist. Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Tragen herausgebracht werden, ist das kein gutes Zeichen.“

„Es bricht mir das Herz“
Auch Vater Alan Kildow zeigte sich tief betroffen. „Es bricht mir das Herz“, sagte er gegenüber der „Sportschau“. Seine Tochter sei „so eine Kriegerin, sie ist so eine starke Kämpferin. Sie hat alles gegeben, was sie hatte. Unglücklicherweise war es nicht ihr Tag. Das ist herzzerreißend.“ Wenn er sie sehe, wolle er ihr sagen, dass er „nicht stolzer sein“ könnte.

FIS-Präsident Johan Eliasch sagte laut der „New York Times“: „Es ist tragisch, aber so ist das nun mal im Skirennsport.“ Er dankte Vonn „für das, was sie für unseren Sport geleistet hat“ und betonte, dass dieses Rennen „das Gesprächsthema der Spiele“ gewesen sei. Eliasch hoffe, „dass sie sich schnell erholt und bald wieder auf die Skier zurückkehren kann“. Ob Vonn in eine Klinik vor Ort oder weiter entfernt gebracht wird, hänge von der Schwere der Verletzung ab.

FIs-Boss Johan Eliasch
FIs-Boss Johan Eliasch(Bild: Sepp Pail)

Comeback trotz schwerer Vorgeschichte
Erst unter der Woche hatte Vonn die Öffentlichkeit über ihren jüngsten Kreuzbandriss informiert und mitgeteilt, dass sie dennoch in Cortina starten wolle. Zugezogen hatte sie sich die Verletzung am Wochenende davor bei einem Sturz in Crans-Montana. 2019 hatte Vonn bei der WM in Aare ihre Karriere schon für beendet erklärt, entschied sich aber 2024 zu einem Comeback.

Noch am Tag vor der Abfahrt hatte Vonn auf Instagram geschrieben: „Morgen werde ich mein letztes Olympisches Abfahrtsrennen bestreiten und obwohl ich kein gutes Ergebnis garantieren kann, kann ich garantieren, dass ich alles geben werde, was ich habe. Aber egal, was passiert, ich habe bereits gewonnen.“

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