Mitten in der Nacht

Erfundene Notrufe halten Rettungskräfte auf Trab

Niederösterreich
09.02.2026 06:45

Gasaustritt, mehrere Verletzte, eine ohnmächtige Person – doch das Horrorszenario mitten in der Nacht im Norden St. Pöltens war nur erfunden. Es war nicht das erste Mal, dass Rettungskräfte in der Landeshauptstadt in die Irre geführt wurden ...

Kurz vor 4 Uhr früh wurden am Samstag die Rettungskräfte in St. Pölten aus dem Schlaf gerissen. Im Stadtteil Unterradlberg wurde via Notruf von einem Gasaustritt berichtet. Es gebe einen verdächtigen Geruch, mehrere Personen seien verletzt, einer sogar bewusstlos. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettung und EVN rückte in der Dunkelheit an – nur um dort die Bewohner aufwecken zu müssen. Die wussten nämlich nichts von einem Gasgebrechen.

Falscher Notruf kurz vor Jahreswechsel
Es soll sich bereits um den fünften falschen Notruf binnen kurzer Zeit im Norden der Landeshauptstadt handeln. So mussten die Florianis auch 30 Minuten vor dem Jahreswechsel nach Unterradlberg zu einem Brand ausrücken, den es gar nicht gab. Wer die anonymen Notrufe abgesetzt hat, ist derzeit noch unklar. Es soll sich um nicht verfolgbare Anrufe aus dem Internet handeln. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Falscher Drogen-Alarm am Hauptbahnhof in St. Pölten
Falscher Drogen-Alarm am Hauptbahnhof in St. Pölten(Bild: DOKU-NÖ)

Drogen-Alarm im Zug
Jugendliche hatten außerdem für ein riesiges Blaulicht-Aufgebot am Samstagabend am Hauptbahnhof gesorgt. Es herrschte Drogen-Alarm. Denn via Notruf wurde von vier Verletzten in einem Zugabteil berichtet, die unbekannte Substanzen zu sich genommen haben sollen. Doch der Anrufer dürfte offenbar übertrieben haben. Denn als der Zug am Bahnhof angekommen war, war lediglich einem Mädchen schlecht – sie hatte wie die anderen zu viel Alkohol getrunken. Eine Fahrt ins Krankenhaus blieb ihr aber erspart, sie konnte wenig später mit ihren Freunden weiterfahren. 

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