Das freie Wort

Keine Einzelfälle, bitte!

Österreichs Gefängnisse sind überfüllt. Die Zahl der Inhaftierten bewegt sich auf 10.000 zu, und mehr als die Hälfte von ihnen sind keine österreichischen Staatsbürger. Und diese Menge an Häftlingen gibt es trotz der Tatsache, dass es von Richtern oftmals eher Streicheleinheiten und nicht angemessene Strafen gibt. In Medienberichten erfährt man viel zu oft von Freisprüchen oder bedingten Haftstrafen, worüber man bei Kenntnis der Anklage nur ungläubig den Kopf schütteln kann. Aber vielleicht gibt es diese sündhaft milden Urteile eh wegen der überfüllten Gefängnisse (das war aber jetzt nicht ganz ernst gemeint!). Jetzt wurde allerdings ernsthaft vorgeschlagen, Häftlinge mit weniger als einem Jahr Haft freizulassen, um Haftanstalten und Personal zu entlasten. Eine Amnestie aus Platzgründen also. Da kann man aber nur mehr fragen: „Geht’s noch!?“ Viel sinnvoller (und auch kostengünstiger) wäre es, ausländische Häftlinge die Haft in einem Heimat-Gefängnis absitzen zu lassen, und zwar vom ersten Tag der Haft an. Und es soll niemand zu laut schreien wegen unwürdiger Haft in ausländischen „Häfen“ usw. Die wurden verurteilt, weil sie etwas angestellt haben, und da gibt es auch Opfer. Sollen die verhöhnt werden durch übertriebene Sorge um die Täter und deren Schutz – den die Opfer vor den Tätern nicht hatten. Also: ab in heimatliche Gefängnisse. Und es sollen keine Einzelfälle sein wie bei den Abschiebungen nach Syrien oder Afghanistan, von Afrika gar nicht zu reden.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Di, 3.2.2026

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