Der „Österreich-Aufschlag“ ist ja fast schon ein Naturgesetz: gleiche Markenprodukte wie in Deutschland, aber bei uns um 20 bis 30% teurer. Offiziell liegt’s an „höheren Kosten“. Inoffiziell daran, dass internationale Konzerne uns wie ein Hochpreis-Biotop behandeln. Parallelimporte werden blockiert, damit Händler nicht günstiger einkaufen können, ein EU-Problem, das seit Jahren bekannt ist. Die Arbeiterkammer fand Preisunterschiede von bis zu 100%. Und wir? Wir zahlen brav weiter, weil „man’s halt immer so kauft“. Dabei hätten wir Macht: Eigenmarken statt Markenfetisch, Preisvergleich statt Gewohnheit, Boykott statt Schulterzucken. Und politisch: Druck auf Brüssel, damit territoriale Lieferbeschränkungen endlich verboten werden. Denn eines ist sicher: Unsere Alpen sind schön, aber als Preisaufschlag völlig ungeeignet.
Peter Tippmann, Baden bei Wien
Erschienen am Di, 3.2.2026
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