Nach der Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Ringes in Universitätsring – und weil die Bundeshauptstadt keine anderen (Geld-) Sorgen hat –, wird jetzt das Denkmal dieses Wiener Bürgermeisters (1844–1910) als „Kunstobjekt im öffentlichen Raum“ nach monatelanger Arbeit in eine Schieflage von 3,5 Grad gebracht. Diese Aktion nennt sich „Kontextualisierung“ und ist so quasi als „Strafe“ für Lueger gedacht, weil er ein Antisemit war. Eine übersichtliche Tafel mit einer Erklärung am Denkmal, wie man heute über dieses negative Verhalten des Karl Lueger denkt, hätte auch genügt, wäre billiger und sollte auch keine Rehabilitation für ihn sein. Durch einen „Denkmalsturm“ kann man Geschichte nicht korrigieren. Man sollte die Vergangenheit auch aus der damaligen (und nicht nur nach der heutigen) Sichtweise beurteilen.
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