In der Berichterstattung vom 1. Februar lese ich in der ,,Krone“, dass BK Christian Stockers Vorstoß für eine Volksbefragung zur Wehrpflicht die Koalition gefährden könnte, da SPÖ und Neos massiven Widerstand leisten. Hier gerät mein Demokratieverständnis wahrlich ins Wanken. Es ist fast schon ironisch: Da greift die ÖVP – der man sonst eher selten einen Hang zur direkten Demokratie nachsagt – zu einem urdemokratischen Mittel, und prompt gehen jene Parteien auf die Barrikaden, die sich sonst so gerne als die ,,wahren“ Hüter der Mitbestimmung inszenieren. Warum haben SPÖ und Neos solche Angst davor, das Volk zu fragen? Unsere ohnehin ramponierte politische Kultur könnte durch eine Einbindung der Bürger nur gewinnen. Das Prinzip ,,Das Recht geht vom Volke aus“ scheint fast in Vergessenheit geraten zu sein. Die letzte große Volksabstimmung liegt mit dem EU-Beitritt stolze ca. 32 Jahre zurück. Dass nun ausgerechnet jene, die Demokratie so lautstark vor sich hertragen, verhindern wollen, dass die Österreicher nach über drei Jahrzehnten wieder einmal direkt entscheiden dürfen, ist ein Armutszeugnis. Man sollte meinen, dass eine Regierung, die das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen will, eine Volksbefragung als Chance zur Heilung sieht – und nicht als Grund für einen Bruch.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Mo, 2.2.2026
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