Ich bin selbst 45 Jahre als Jäger unterwegs. Die letzten Vorfälle haben mich bewogen, einen Leserbrief zu schreiben. Mit den Worten des Herrn Bundespräsidenten: „So sind wir nicht“, darf ich einleiten. Diese Aussage kann man auf 99% der Jägerschaft beziehen, die gewissenhaft und engagiert dem Waidwerk nachgeht und vieles für die Natur und deren Erhalt unternimmt. Wenn ich dann in den Medien vernehmen muss, dass Jäger Hunde erschießen und dann als Grund angeben, diese mit einem Fuchs verwechselt zu haben, dreht sich mir der Magen um. Hier handelt es sich meiner Meinung nach um eine erbärmliche Schutzbehauptung. Das ist leicht erklärt: In der Jägerschule wird ein nicht kleiner Bereich des Unterrichts auf Waffen und Waffenkunde sowie den Gebrauch dieser verwendet. Es ist einer der wichtigsten Stehsätze, den wir dort regelrecht eingetrichtert bekommen. „Schieße nur auf etwas (Wild), das Du einwandfrei identifiziert hast.“ Beim kleinsten Zweifel bleibt der Finger gerade. Und das haben die Herrschaften sträflich vernachlässigt. Wenn man liest, wie die Hunde ausgestattet waren (reflektierendes Halsband, Halstuch, Glöckerl), ist eine Verwechslung unmöglich, noch dazu auf die kurzen Distanzen. Sollten die Jäger die Hunde für wildernde gehalten haben, müssen sie erstens zum Abschuss berechtigt gewesen sein (Aufsichtsjäger) und zweitens das Wildern als solches erkannt haben. Dann ist außerdem eine Meldung an Polizei und BH zu machen. Vorfälle der letzten Jahre, Kühe, Pferde, Ponys, Hunde, wären nicht passiert, hätten sich die Schützen an die eiserne Regel des Identifizierens gehalten. Es handelt sich um neun Landesgesetze die Jagd betreffend, aber diese Regel gilt bei allen neun. Noch ein Wort zu Sanktionen: Die Landesjagdverbände sind viel zu lasch in der Auslegung der vorgegebenen Regeln. Es muss nicht nur härter durchgegriffen werden (Waffenverbot auf längere Zeit, Entzug der Jagdkarte auf einige Jahre). Nach Ablauf der Jagdkartensperre ist die Jagdprüfung neu zu machen. Ein wichtiger Punkt wäre auch, dass die Landesjagdverbände Sanktionen ausreichend in Medien kommunizieren. Immer wieder ist in der Öffentlichkeit zu hören, es wundert uns nicht, dass nicht mehr geschieht. Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. Im Interesse des guten Rufes in der Öffentlichkeit ist Transparenz unumgänglich.
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