Das freie Wort

Technologie-Rückfall der EU

Es ist unbestritten, dass Europa technologiemäßig vollkommen von den USA abhängig ist. Die großen Tech-Riesen wie Microsoft, Palantir, Amazon und Co. haben in Europa das Sagen. Beispiel gefällig? Unter 10% liegt der Anteil an der Chipherstellung weltweit in Europa. Über 5000 Rechenzentren liegen in den USA, das ist zehnmal so viel wie im größten EU-Land Deutschland. Ohne US-Technologie läuft in Europa fast gar nichts. Würde Präsident Trump den Schalter umlegen, würden Computer finster bleiben, die Bahn stillstehen usw. Und diese enorme Abhängigkeit von den USA ist immens gefährlich. Gerade unter einem Präsidenten Trump, der ja nicht unbedingt als großer Fan von Europa gilt. Er würde sicher nicht davor zurückschrecken, diese Karte auch auszuspielen, um seine teils irrwitzigen Forderungen durchzusetzen. Europa hat schlichtweg das Technologie-Zeitalter versäumt. Europa hatte einmal eine perfekte Basis, was Industrie, Bildung, Gesundheitswesen und Datenschutz betrifft. Aber mit einer desaströsen Energiepolitik, Migrationschaos und einer vollkommen überzogenen Klimapolitik wurde die Tech-Zukunft komplett verspielt. Die EU hat andere Sorgen. Nämlich ihren Bürgern Verbote und Regulierungen zu verordnen und den Zahlmeister für die USA zu spielen. Auch „investiert“ die EU lieber Hunderte Milliarden in den Ukraine-Krieg als in zukunftsorientierte, wirtschaftsbelebende Technologien. Das Ergebnis ist allseits bekannt, die Mitgliedsstaaten haben Schulden, die vermutlich sowieso keiner mehr zurückzahlen kann, und der Wohlstand Europas wurde in die Luft gesprengt. Böse Zungen behaupten ja, dass es in der korrupten Ukraine schon einige Millionäre mehr gibt. Durchwegs Personen, die dem Dunstkreis von Zelenskji zuzuschreiben sind. Das nennt man dann „Nachbarhilfe in Not“. Europa hat anscheinend vor Russland mehr Angst als vor einem digitalen Rückfall ins Mittelalter. Man höre und staune, die EU hat jetzt schon erste Schritte gegen die massive technologische Abhängigkeit gesetzt. Alle 27 Mitgliedsstaaten haben eine „Deklaration zur Souveränität der EU“ unterschrieben. Die natürlich auch von Österreich unterschrieben wurde, no na. Und dieses Papier wird von Staatssekretär Pröll auch noch als großer Wurf bezeichnet. Ein Papier wie eine Sterbeurkunde, wie es Claus Pándi in seiner Kolumne treffend bezeichnete.

Herbert Platzer, Graz

Erschienen am So, 23.11.2025

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