Alarm in Niederlanden

Wieder Drohnen! Flughafen dicht, Schüsse gefallen

Ausland
23.11.2025 00:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Brenzlige Szenen in den Niederlanden: Am Flughafen von Eindhoven sind am Samstagabend mehrere Drohnen gesichtet worden. Der Airport stellte für mehrere Stunden den Betrieb ein. Tags zuvor gab es auch am Luftwaffenstützpunkt Volkel nahe der deutschen Grenze einen Zwischenfall – dort fielen sogar Schüsse.

Sowohl der zivile als auch der militärische Flugverkehr seien in Eindhoven am Abend ausgesetzt worden, teilte der niederländische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans mit. Entwarnung und eine Wiederaufnahme des Flugbetriebes gab es erst in den Nachtstunden. „Die Verteidigung hat Maßnahmen ergriffen“, erklärte der Minister. „Aus Sicherheitsgründen können keine weiteren Informationen mitgeteilt werden.“

Eine Sprecherin des Flughafens hatte den Vorfall bereits vorab bestätigt. Flüge wurden unter anderem über Deutschland umgeleitet.

Sichtung bei Luftwaffenstützpunkt
Bereits am Freitagabend waren Soldaten des rund 40 Kilometer weit entfernten Luftwaffenstützpunktes Volkel mit Waffen gegen überfliegende Drohnen vorgegangen, wie das Verteidigungsministerium in Den Haag am Samstag bestätigte.

Nach dem Vorfall auf dem Flugplatz unweit der Stadt Nimwegen nahe der deutschen Grenze seien die Flugkörper verschwunden und nicht wieder gesehen worden. Wie die Drohnen entdeckt und welche Waffen konkret gegen sie eingesetzt wurden, wollte das Ministerium ebenfalls „aus Sicherheitsgründen“ nicht sagen.

Auf Drohnen geschossen
Ein Sprecher der für den Grenzschutz zuständigen niederländischen Gendarmerie sagte der Nachrichtenagentur ANP allerdings, auf die Drohnen sei „geschossen“ worden. Der Vorfall werde nun mit der Polizei untersucht.

Seit Monaten kommt es im europäischen Luftraum immer wieder zu Sichtungen von Drohnen. Eine Verstärkung der Flugabwehr steht im Raum. Vorfälle gab es unter anderem in Deutschland, Belgien und Dänemark. Allein in den polnischen Luftraum drangen im September mehr als 20 russische Drohnen ein – die NATO setzte Kampfflugzeuge und ein Patriot-Luftabwehrsystem ein.

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