Ich habe Herrn Güngör schon oft in TV-Talkrunden erlebt und daher auch dieses Interview als angenehm empfunden. Allerdings sieht er die aktuelle Lage mit den überbordenden Migrationsproblemen in Europa, besonders aber in Deutschland, nach meinem Dafürhalten wohl doch zu optimistisch. Die Öffentlichkeit erfährt davon nur bruchstückhaft, die nackte Wahrheit würde sonst zu sehr den „Rechten“ in die Hände spielen! Deshalb hatten ein toter Polizist und weitere vier Schwerverletzte in Mannheim durch einen radikalisierten Migranten weniger das Mitleid mit den Opfern zur Folge, als eine spontane „Demo gegen die AfD“! Auch Innenministerin Nancy Faeser bedauerte regelrecht einen anderen Mörder, weil man es verabsäumt hätte, ihn „besser sozial zu integrieren“! Zu optimistisch empfinde ich auch Herrn Güngörs Erwartung, dass Zuwanderer aus dem Islam weniger Kinder bekommen werden, wenn sie erst einmal genügend „verstädtert“ und „gebildet“ sind. Erinnern wir uns doch an Erdoğans „Spezialauftrag“ an seine Landsleute in der westlichen Diaspora: „Mit den kräftigen Lenden unserer Männer und den gebärfreudigen Becken unserer Frauen werden wir nach einer gewissen Zeit Europa ethnisch dominieren“! Auch solle man nur ja nicht eine „kulturelle Verwässerung unseres Türkentums“ zulassen. Wie groß diese Angst vor einer „Verwestlichung“ ist, erkennt man übrigens auch an den sog. „Ehrenmorden“, wenn ein islamisches Mädchen so leben möchte, wie seine nicht islamischen Freundinnen. Völlig deplaciert fand ich hingegen Herrn Güngörs religiösen Vergleich zwischen den im Islam versprochenen „72 Jungfrauen in Paradies“ und der „unbefleckten Empfängnis“ in der Bibel: Wegen der zweiten These hat noch niemand sein Leben verloren, wegen der ersten hingen schon Unzählige.
Helmut Magnana, Wien
Erschienen am Do, 11.7.2024
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