Gesundheitsreformer rufen seit Jahrzehnten nach Beschränkung der Privatmedizin, um auf diese Weise die Kassenärzte zu vermehren. Vergeblich! Das Gegenteil geschieht: Spitalsärzte gehen im Krankenhaus auf Teilzeit, um nachmittags die Wahlarzttätigkeit voll ausleben zu können. Dem will nun in Wien Gesundheitsstadtrat Peter Hacker einen Riegel vorschieben. Was wird geschehen? Die anderen acht Bundesländer werden Hacker im Regen stehen lassen. Tenor: Bei uns besteht keine Notwendigkeit zu einer derartigen Einschränkung. So erleben wir Kassenpatienten einen weiteren Beweis dafür, warum die öffentliche Krankenversorgung unter den derzeit bestehenden Zuständigkeiten den Bach runtergeht. Der Föderalismus hängt wie ein Mühlstein am Hals jedes Gesundheitsreformers. Matthias Strolz, Ex-Chef der Neos, bezeichnete die Landeshauptleute einmal als „Fürsten der Finsternis“. Kern seiner Aussage: Unsere Bundesländer werden wie völlig getrennte Fürstentümer verwaltet. Was für ein Wunder, dass die Länderchefs noch nicht auf die Schaffung von neun Bundesheeren gedrängt haben.
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