„Falstaff“-Herausgeber Wolfgang Rosam wird ab nun Karl Nehammers Berater. Zusätzlich gründet der PR-Profi ein Personenkomitee. Begründung: Schon sechs Bundeskanzlern sei er mit Rat und Tat zur Seite gestanden, jetzt diene er eben dem aktuellen ÖVP-Chef. Rosams Kritik an der Volkspartei: Die Sorgen der Menschen vor „Migration“ und „Überfremdung“ werden zu wenig ernst genommen. Bei solchen Aussagen müssen Außenstehende den Eindruck gewinnen, Nehammer sei ein politischer Neueinsteiger aus einer aufstrebenden Kleinpartei. In Wirklichkeit fand die Masseneinwanderung unter ÖVP-geführten Regierungen statt. Rosam sehnt sich nach Wiederbelebung von Rot-Schwarz. Für wie dumm hält er die Wähler? Keine andere Parteienkonstellation enthält so viele Konfliktpotenziale wie SPÖVP, von Arbeitszeitverkürzung bis zur „Schnüffelsteuer“. Im Innersten ist dem PR-Profi sicher klar: Nur ein Rechtsruck der ÖVP bringt den aktuellen Parteichef aufs Siegerpodest. Nehammer als schaumgebremster Kickl! Großer Nachteil dieser Profilschärfung: Sämtliche Wahlversprechungen lassen sich nur in Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen verwirklichen.
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