Im ORF-Interview konnte er seine Tränen nicht mehr zurückhalten. „Ich bin so stolz, so dankbar“, stammelte Lucas Braathen mit zittriger Stimme. Sein Olympia-Sieg im Riesentorlauf löste in ihm ungekannte Emotionen aus.
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, begann Braathen seine „Analyse“, die mehr einem Gefühlsausbruch gleichkam. Stets kämpfte er gegen die Tränen immer damit, die Contenance zu wahren. Von ORF-Interviewerin Alina Zellhofer holte er sich im Emotions-Wirrwarr gar ein Gratulationsbusserl ab – ungewöhnlich für ein Gold-Interview, aber erfrischend, ehrlich, emotional, authentisch.
Inspirieren
Genau das ist es, was Braathen auch mit seiner Ski-Kunst auch vermitteln will, wie er erklärte: Authentizität. Olympia-Gold sei schließlich „nur ein Resultat“, aber de facto gehe es ihm um den Prozess, um die Authentizität, darum, sich als Mensch zu zeigen: „Ich will zeigen, dass es egal ist, welche Farbe du hast, welche Sprache du sprichst, von welcher Kultur du geprägt bist – du kannst Großes schaffen. Hoffentlich kann ich mit meiner Story junge Generationen inspirieren.“
Das dürfte ihm gelungen sein. Auch, weil er seine Botschaft emotional wie selten untermauerte. Schon nach der Zieldurchfahrt hatte Braathen die Arme in die Luft gerissen und „Vamos“ in den Äther gebrüllt. Später fingen die TV-Kameras ein, wie er im Zielraum via Video-Schaltung mit seinen Freunden und Fans in der Heimat jubelte – erstmals winterliches Olympia-Gold für Brasilien, Braathen schrieb Geschichte.
Und begoss sie mit Freudentränen. „Es gibt gar keine Möglichkeit, zu beschreiben, was ich fühle. Ich bin so stolz, so dankbar – für meine Familie, meine Freunde, die ganze Mannschaft, das Land Brasilien, das mir so geholfen hat. Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben.“ Und wie!
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