Österreich und Europa sind eine gemeinsame Erfolgsgeschichte. Kaum ein Land profitierte so dermaßen von der Europäischen Union wie Österreich. Hoher Lebensstandard, Sicherheit, hohe soziale Absicherung und vieles mehr sind unter anderem dem gemeinsamen Europa zu verdanken. Österreich als Exportland profitiert überproportional vom Freihandel, einer gemeinsamen Währung, einheitlichem Recht und der Personenfreizügigkeit. Hochwertige Arbeitsplätze wurden geschaffen, unser Sozialsystem durch geringe Arbeitslosigkeit abgesichert, dringend benötige Arbeitskräfte im Bereich der Pflege, der Gastronomie oder in anderen Bereichen können einfach in Österreich beschäftigt werden. Das betrifft uns alle. Das sind die Errungenschaften, die wir Europa zu verdanken haben. Ohne das Gemeinsame wäre die österreichische Wirtschaft nicht dort, wo sie heute dank Europa ist, und hätte massive Probleme, sich durchzusetzen. Vilimsky, Salvini, Le Pen, Orbán und Co. wollen das gemeinsame Europa zerstören. Sie wollen zurück zum engstirnigen Nationalismus, um uns in engen Grenzen von einander abzuschotten. Auch wenn sie jetzt von einem Europa der Nationen sprechen, ist das letztendlich nur ein Euphemismus für die Zerstörung der Europäischen Union. Sie haben kein Interesse daran, die engen Beziehungen, die die Staaten Europas jetzt untereinander haben, weiter aufrechtzuerhalten. Sie wollen wieder in gegenseitige Konkurrenz treten, die diese Auflösung mit sich bringen würde. Die Folgen wären dabei katastrophal. Vor allem Österreich würde aufgrund seiner ökonomischen Strukturen massiv verlieren. Die Wirtschaftsleistung würde in großem Maß zurückgehen, was mit einem riesigen Anstieg der Arbeitslosigkeit, einem Verlust des Wohlstandes und der sozialen Errungenschaften einhergehen würde. Und wenn jemand Österreich mit der Schweiz vergleicht, dem sei gesagt, dass selbst die Schweiz etliche Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union hat und strukturell völlig anderes aufgestellt ist. Die Schweiz hat eine hohe Anzahl von Weltkonzernen, Österreich lebt von Klein- und Mittelbetrieben, wobei Weltkonzerne wesentlich einfacher auf internationaler Ebene agieren können, als es bei den meisten österreichischen Betrieben ohne die Europäische Union der Fall wäre. Natürlich muss sich auch in Europa noch einiges tun, das ist für mich gar keine Frage, aber eine Rückabwicklung, wie sie Vilimsky und Co. vorhaben, würde definitiv einen massiven Rückschritt auf allen Ebenen bedeuten, und Österreich wäre überproportional davon betroffen. Wer Sicherheit, soziale Absicherung und die Chance auf Prosperität weiter behalten will, darf den Zerstörern Europas keine Stimme geben.
Andreas Laszakovits, per E-Mail
Erschienen am Sa, 17.8.2019
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