Tennis-Turnier

Schlussphase in Miami ohne Österreicher

Sport
30.03.2008 22:55
Die Schlussphase des fünftgrößten Tennisturniers geht ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Die letzte verbliebene ÖTV-Vertreterin, Sybille Bammer (WTA-Nr. 21), musste sich am Sonntag in der dritten Runde des mit 3,77 Millionen Dollar dotierten Tier-I-Turniers in Miami der als Nummer 13 gesetzten Russin Dinara Safina nach vielversprechendem Beginn nach 108 Minuten letztlich doch noch klar 6:4,1:6,0:6 beugen.

Bei großer Hitze nahm die Partie anfänglich den von Bammer gewünschten Verlauf. Mit großer Präzision und Laufstärke vermochte sie die Mehrzahl der langen Grundlinien-Rallyes für sich zu entscheiden. Ab dem zweiten Satz regierte dann aber nur noch die "kleine" Schwester von Marat, die hervorragend und fast fehlerfrei spielte. "Mir hat einfach noch die Konstanz gefehlt. Der erste Satz war okay, aber danach hatte ich Probleme mit dem Ballaufwurf beim Aufschlag. Ich werde aber weiterarbeiten, das kommt schon noch", so Bammer zuversichtlich.

Die Linkshänderin gab zu, vor dem Turnier an Rückenproblemen gelitten zu haben. "Ein Brustwirbel hatte sich verdreht, ich war jeden Tag in Behandlung. Vor einigen Tagen dachte ich, ich würde nach Miami nach Europa zurückkehren, aber jetzt geht's besser."

„Die Konstanz muss besser werden“
Mit nur einem Sieg in zwei Turnieren hat die erste Hälfte der US-Tour für Bammer noch nicht viel Positives gebracht. Sie ist aber nicht unzufrieden: "In Indian Wells ging's mir allgemein nicht gut, da wären viele Spielerinnen wohl gar nicht auf den Court gegangen. Hier war es schon wieder okay, aber wie gesagt, die Konstanz muss besser werden."

Auf den nächsten beiden Stationen, auf grünem Sand in Amelia Island und Charleston, will sie dies ändern, ehe direkt im Anschluss der Fed Cup gegen die Schweiz in Dornbirn (26./27.4.) folgt. Die Tennis-Mama sieht den kommenden Aufgaben optimistisch entgegen: "Ich freue mich auf diese beiden Turniere, sie sind auch eine optimale Vorbereitung für die europäische Sandplatzsaison", so die Ottensheimerin. Über das nachbarschaftliche Ländertreffen will sie sich noch nicht äußern: "Das ist noch zu weit weg, da will ich mir noch nicht den Kopf zerbrechen."

Paszek gegen Tschakwetadse chancenlos
Tamira Paszek musste sich bereits am Samstag verabschieden. Die Vorarlbergerin unterlag in der zweiten Runde der Nummer sechs der Weltrangliste, der russischen Mitfavoritin Anna Tschakwetadse, glatt 3:6 und 2:6.

Jürgen Melzer scheitert an Tsonga
Jürgen Melzer hat knapp eine Überraschung verpasst. Der Linkshänder aus Niederösterreich unterlag dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 7:6(7:4),5:7,1:6, beklagte aber einen blockierten Rücken. "Gegen Michael Llodra hat sich die rechte Seite blockiert, heute die linke. Und das ist natürlich schlimmer, weil ich links spiele", so Melzer, der sich nach der Partie kaum mehr auf die linke Seite drehen konnte. Den ersten Satz hatte er sich trotz Handicap noch im Tiebreak gesichert, der anschließende Einsatz des Physio brachte aber nichts: "Es ist immer schlimmer geworden und ich konnte von hinten keinen Ballwechsel mehr spielen."

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