Letzterer hatte beim 7:5, 6:2 über Benjamin Becker nur im ersten Satz etwas Mühe und steht ebenso in Runde drei (mit Nicolas Kiefer nun wieder gegen einen Deutschen) wie die Weltranglisten-Erste Justine Henin nach einem Zweisatz-Sieg über Beckers deutsche Landsfrau Angelique Kerber. Neben Djokovic scheiterten auch die Nummern 7 und 8 des Masters-Series-Turniers in Florida, David Nalbandian und Richard Gasquet. Der Argentinier musste sich Xavier Malisse (BEL) 1:6,4:6 beugen, der Franzose unterlag dem Russen Dmitrij Tursonow knapp mit 6:7 im dritten Satz.
Djokovic-Aus kam etwas überraschend
Nach dem tollen Auftritt in Indian Wells kam das Aus für Djokovich freilich etwas überraschend, doch die Strapazen von dem Wüstenturnier zeigten Nachhaltigkeit. "Ich habe versucht, mich zu erholen, aber scheinbar war ich vom Start weg etwas müde. Ich wusste auch nicht, wie er spielt", meinte der Weltranglisten-Dritte. Sein Bezwinger ist derzeit (noch) die Nummer 122 der Welt, aber innerhalb kürzester Zeit kein Unbekannter mehr. Kevin Anderson hatte schon vor seinem ersten Sieg über einen Top-Ten-Spieler mit Finaleinzug in Las Vegas aus der Qualifikation heraus seine Gefährlichkeit untermauert.
Anderson entwickelt sich zum Shooting-Star
Der exakt zwei Meter große, starke Aufschläger aus Johannesburg war dennoch von seinem Sieg überrascht. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", so der 21-jährige, der zuletzt in Illinois am College gewesen war und auch noch in Illinois lebt. Dabei schien Djokovic im dritten Satz beim Stand von 2:0 schon auf der Siegerstraße. Als Djokovic auf das 3:0 aufschlug, gewann aber Anderson ab dem Einstand 13 Punkte en suite und ging mit 3:2, 40:0 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt ließ sich der Südafrikaner das Match nicht mehr entreißen. Er trifft nun auf Igor Andrejew
Für Justine Henin hat sich ihre mehrwöchige Auszeit, in der sie an ihrer Fitness sowie am Aufschlag gearbeitet hat, ausgezahlt. "Ich habe zwar einige Wochen nicht gespielt, aber ich fühle mich viel besser als zuvor", meinte die Weltranglisten-Leaderin. Aus ihrem Mund klingt das fast schon wie eine Drohung.
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