Bruchlandung

Kofler in Oberstdorf schwer gestürzt

Sport
31.12.2007 12:57
Skispringer Andreas Kofler ist der Pechvogel der bisherigen Saison. In Engelberg hatte er am 23. Dezember durch einen Sturz seinen zweiten Weltcupsieg verspielt, in Oberstdorf brachte ihn am Sonntag ein erneutes Missgeschick um die Chance auf einen Spitzenplatz in der Tournee-Wertung. Dem 23-Jährigen verschnitt es nach der Landung bei 126 Meter (etwa Rang 12) den rechten Ski, er stürzte, prallte gegen die Bande und blieb im Schnee liegen.

Man musste eine Verletzung am linken Bein befürchten, als Kofler aus der Arena transportiert wurde. Doch nach der Untersuchung im Spital kam Entwarnung. Beim Finale war der Team-Olympiasieger sogar schon wieder an der Schanze. "Es passt schon", sagte Kofler, "anfangs habe ich den Fuß nicht heben können, deshalb habe ich gedacht, es ist was Gröberes."

Ob Kofler am Dienstag in Garmisch an den Start geht, ist noch offen: "Ich muss mich mit meinem Physiotherapeuten beraten und dann schauen, ob es geht."

Bei Cheftrainer Alexander Pointner waren nach dem Sturz Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall während seiner eigenen Karriere wach geworden. "Mir hat es 1995 bei einem Trainingssturz den Oberschenkel abgerissen, ich habe befürchtet, dass Kofler Ähnliches passiert ist", sagte der Tiroler. "Deshalb ging mir das besonders unter die Haut."

"Wir springen für den Kofi"
Die Teamkollegen mussten den Sturz Koflers mitansehen. "Das war eine schwere Zeit, da hat jeder mitgefühlt", sagte Zimmerkollege Thomas Morgenstern zu den bangen Minuten. Doch nach den Besorgnis erregenden Bildern klappte das Krisenmanagement im Team perfekt. "Wir springen für den Kofi", gab Pointner via Funkgerät das Motto aus. 

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