07.12.2007 19:49 |

Geständig

Vater wirft 21 Monate alte Tochter aus Fenster

Ein 22-jähriger Asylwerber aus Tschetschenien hat am Donnerstag seine 21 Monate alte Tochter in Ybbs im niederösterreichischen Bezirk Melk aus dem Fenster geworfen. Das kleine Mädchen wurde bei dem Sturz aus dem zweiten Stock eines Wohnhauses so schwer verletzt, dass es noch auf dem Weg in ein Linzer Krankenhaus starb. Auslöser für die Tat war ein Streit des Mannes mit seiner 18-jährigen Partnerin. Der Verdächtige hat die Wahnsinnstat mittlerweile gestanden und zeigt keine Reue. "Ich habe diese Kind ohnehin nie gewollt", so der Mann bei seiner Vernehmung.

Das Unheil hatte schon vor der Geburt der kleinen Hava seinen Anfang genommen, denn der Kindesvater hatte das Kind nie haben wollen. Seine Partnerin hatte aber darauf bestanden, das Kind auszutragen. Immer wieder war es in der Beziehung seitdem zu Auseinandersetzungen gekommen, die ebenfalls aus Tschetschenien stammenden Nachbarn hatten aber meist schlichtend in die Streitereien eingreifen können.

Nicht so am Donnerstag, als die Situation in der gemeinsamen Wohnung des Paares endgültig eskalierte. Die 18-jährige Freundin des Asylwerbers drohte, der Beziehung ein Ende zu setzen - da sah der 22-Jährige rot. Ein furchtbarer Streit brach los, an dessen tragischem Ende das kleine Mädchen mit seinem Leben bezahlen musste. Der Tschetschene packte das unschuldige Kind und warf es aus dem Fenster. Hava stürzte 8,70 Meter in die Tiefe und erlitt dabei schwerste Kopfverletzungen, denen sie noch während des Transports mit einem Notarzthubschrauber in ein Linzer Krankenhaus erlag.

"Ich habe einen dumpfen Knall gehört. Und plötzlich ist da vor mir ein kleiner blutender Körper gelegen!" So schilderte Augenzeugin Hermine Zaruba aus Ybbs noch völlig geschockt den Mord an dem hilflosen Kind.

Nach der Tat schrie die 18-jährige Mutter um Hilfe. Daraufhin traten die befreundeten Nachbarn die Eingangstüre zur Wohnung des Paares ein und hielten den rasenden Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Verdächtige ließ sich danach laut Exekutive widerstandslos festnehmen.

Täter gibt Tötungsabsicht zu
In den Verhören gab der 22-Jährige an, seine Tochter mit Tötungsabsicht aus dem Fenster geworfen zu haben. Er wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Vor der Tat am Donnerstag seien bei der Polizei keine Auffälligkeiten über den Mann bekannt gewesen. Er sagte allerdings aus, seine Partnerin mehrmals geschlagen zu haben, weil sich sich geweigert habe, sich ihm unterzuordnen.

Die Mutter des toten Mädchens stand am Freitag weiter in Behandlung, sie erlitt einen schweren Schock und konnte noch nicht befragt werden. Die Polizei wartet diesbezüglich auf grünes Licht von den zuständigen Ärzten.

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