Wir erinnern uns voller Schaudern an die ersten Ausgaben von Starmania: ein blasser Boris piepst einen Song nach dem anderen und darf zwei Mal dank des Friendship-Tickets trotzdem im Rennen bleiben. Dann darf sich Boris an einem Xavier Naidoo Song versuchen und ist fortan nicht mehr wiederzuerkennen.
Deutscher Soul und R&B - Boris hatte offensichtlichseine Bestimmung gefunden. Und dementsprechend klingt jetzt dasDebüt-Album. Klar, das große Vorbild Xavier Naidooschwebt immer ein bisschen mit, aber Boris (oder seine Produzenten)waren klug genug, nicht 1:1 abzukupfern. Statt dessen wurde Borisein gewisser Schuss Eigenständigkeit verpasst und das Album"Ich" kann sich durchaus hören lassen.
Gefällig und äußerst entspannt klingendie Songs, angefangen vom Opener "In mir" bis hin zum Schlusssong"Wiedergeboren". Klingt alles schon sehr abgebrüht und chilligund drückt weniger auf die Emotionsdrüse wie der guteXavier. Was Boris präsentiert ist mehr klassischer Lounge-Soul:optimale Hintergrundmusik, die zum immer wieder hinhörenverführt und bei der man Körper und Seele so richtigschön baumeln lassen kann.
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