3-facher Handbruch

Rossi im Quali-Training schwer gestürzt

Sport
04.11.2007 15:46
Motorrad-Superstar Valentino Rossi ist im Training für den letzten Lauf zur Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft 2007 in Valencia schwer gestürzt und hat sich dabei mehrere Brüche in der rechten Hand zugezogen. Ob der Italiener am Sonntag aus der vorletzten Reihe starten kann, ist fraglich. Die Pole im MotoGP holte der Spanier Dani Pedrosa vor dem als Weltmeister bereits feststehenden Australier Casey Stoner.

Der siebenfache Weltmeister Rossi fabrizierte gleich am Beginn des Quali-Trainings einen Highsider und schlug schwer am Boden auf. Seine Yamaha überschlug sich mehrmals und wurde fast total zerstört. Der "Doctor" wurde mit schmerzverzerrtem Gesicht ins Medical Center des Circuit Ricardo Tormo gebracht und benötigte dort selbst einen Doktor. Laut dem Röntgen hat sich Rossi nicht nur den kleinen Finger und einen Handwurzel-Knochen, sondern auch die Elle am Unterarm gebrochen.

Dennoch kündigte Rossi zunächst an, am Sonntag starten zu wollen. Immerhin war der Italiener seit seinem WM-Debüt 1996 in der 125er-Klasse nie schlechter als WM-Zweiter. Pedrosa liegt zwar als Dritter 24 Zähler zurück, erzielte aber seine vierte Pole in Folge und könnte bei einem Startverzicht Rossis mit einem Sieg selbst Vizeweltmeister werden. "Ich hoffe, er bringt es endlich auch im Rennen rüber", sagte Pedrosas österreichischer Chefmechaniker Mike Leitner.

Rossi müsste als 17. aus der vorletzten Reihe starten. Ihm genügt ein Punkt, also Platz 15. "Das wird für Valentino aber ganz schwierig", hatte auch Yamaha-Teamchef Davide Brivio Zweifel an einem Rossi-Start.

Auch Ranseder im Training gestürzt
Auch in der 250er-Klasse steht mit Jorge Lorenzo der Weltmeister bereits fest. Offen ist nur noch die Titelentscheidung in der 125er-Klasse, und hier geht WM-Leader Gabor Talmacsi am Sonntag aus der Pole in den letzten Lauf. Der Ungar setzte sich in der Quali um 0,373 Sek. vor dem Spanier Hector Faubel durch. Der zehn Punkte zurückliegende Faubel will im Heimrennen aber alles tun, um vor über 100.000 Fans am Sonntag doch noch den Titel nach Spanien zu holen. Wird Talmacsi Champion, wäre nach Stoner ein weiterer ehemaliger KTM-Pilot Weltmeister 2007.

Der Österreicher Michael Ranseder kam zwischen den beiden KTM-Fahrern Tomoyoshi Koyama und Randy Krummenacher auf Platz 16. Auch der Oberösterreicher stürzte im Qualifikationstraining und wurde damit unfreiwillig erster Testpilot eines neuen Airbag-Systems. Obwohl sich beim Sturz die wuchtige Vorrichtung wie eine riesige Schwimmweste aufblies, zeigte sich Ranseder angetan. "Das funktioniert nicht so schlecht, man sieht trotzdem alles", erklärte der Österreicher.

Ranseder musste allerdings eine 100-Dollar-Strafe für Speeding in der Boxengasse zahlen. Es wird sein letztes Rennen für das finnische Ajo-Team. In den kommenden zwei Jahren fährt der Österreicher für das italienische Team von Fiorenzo Caponera. Schon am kommenden Montag darf Ranseder zudem in Valencia eine MotoGP-Kawasaki ausprobieren.

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(Bild: KMM)



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